Personal
Emdens Stadtwerke-Chef wechselt nach Gelsenkirchen
Am Tag nach der Kündigung von Emdens Stadtwerke-Chef Manfred Ackermann meldete sich dessen zukünftiger Arbeitgeber. Den 52-Jährigen zieht es beruflich von Ostfriesland ins Ruhrgebiet.
Emden - Noch-Geschäftsführer der Emder Stadtwerke, Manfred Ackermann, wechselt im nächsten Jahr zur Emscher Lippe Energie (ELE) GmbH. Das bestätigte der Energieversorger mit Sitz in Gelsenkirchen am Dienstag.
Laut der ELE-Sprecherin Stefanie Genthe wird der 52-Jährige im Sommer sowohl die Geschäftsführung der mehrheitlich kommunalen ELE übernehmen als auch der Stadtwerke Gelsenkirchen. In beiden Gesellschaften wird Ackermann, der in Emden seinen bis 2027 laufenden Vertrag am Montag gekündigt hatte, jeweils einer von zwei gleichberechtigten Geschäftsführern sein. Die Stelle bei der ELE ist seit dem Sommer dieses Jahres vakant.
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Die neue Stelle
Die ELE versorgt nach eigenen Angaben rund 240.000 Kunden mit Strom, Gas und Wärme und beschäftigt knapp 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Größter Anteilseigner mit 49,9 Prozent ist der börsennotierte Energiekonzern E.ON. Die restlichen Anteile und damit zusammen die Mehrheit teilen sich die Städte Bottrop und Gladbeck sowie – über ihre Stadtwerke – Gelsenkirchen.
Ackermann ist in Emden seit 2012 für die Stadtwerke und die Wirtschaftsbetriebe der Stadt verantwortlich. In dieser Zeit hat er den Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie vor allem die Digitalisierung für Emden maßgeblich vorangebracht. Sein Kündigung am Montag kam für viele überraschend. Allerdings ging der Entscheidung ein öffentlich sichtbarer Streit mit dem Emder Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) voraus.