Serie „Weihnachten in der Kindheit“

Zwischen Fußball-Geschenken sticht ein Klapphandy heraus

| | 16.12.2021 19:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Als Kind hat Frank Löning viele fußballballbezogene Geschenke bekommen. 1986 als Fünfjähriger freute er sich aber riesig über ein Polizei-Fahrrad – wie dieses mit einer Polaroid-Kamera gemachte Foto zeigt. Foto: Privat
Als Kind hat Frank Löning viele fußballballbezogene Geschenke bekommen. 1986 als Fünfjähriger freute er sich aber riesig über ein Polizei-Fahrrad – wie dieses mit einer Polaroid-Kamera gemachte Foto zeigt. Foto: Privat
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Fußball war erst nur die große Leidenschaft von Frank Löning – später sogar sein Beruf. Als Profi genoss der Auricher die Weihnachtszeit mit der Familie – zweimal sogar in der Sonne.

Aurich - Fußball, Fußball, Fußball: Schon in ganz jungen Jahren lebte Frank Löning seine Leidenschaft für das runde Leder. Entsprechend wurde der Ex-Profi als kleiner Junge auch zu Weihnachten beschenkt. „Von meiner Patentante und meinem Patenonkel gab es eigentlich immer Fußball-Sachen. Mal einen Ball, mal eine Tasche, neue Schuhe oder Schienbeinschoner – je nachdem, was gerade bei mir am meisten abgenutzt war“, erinnert sich der 40-Jährige, der mittlerweile wieder in Aurich wohnt.

Natürlich bekam der „kleine“ Frank Löning aber auch Geschenke ohne Fußballbezug. Da gab es zum Beispiel als Fünfjähriger ein Polizei-Fahrrad. „Auf dem Fahrrad soll ich mich stolz wie Oskar gefühlt haben, sagte mir meine Mutter beim Kinderfoto-Raussuchen. Genau an das Rad erinnern kann ich mich aber nicht mehr“, sagt Frank Löning. Dagegen noch im Gedächtnis hängengeblieben ist ihm sein erstes Handy, das er als 16-Jähriger zu Weihnachten bekam. „Es war ein blaues Klapphandy von Sagem“, sagt Frank Löning und muss Schmunzeln. „Das war noch eine komplett andere Zeit.“ Vielmehr außer Snake-Spielen sei mit dem Handy nicht möglich gewesen. „Heutzutage kann man mit einem Handy fast alles machen. Und man kriegt nicht erst mit 16 Jahren sein erstes Handy.“

Seit dieser Saison coacht Frank Löning den Bezirksligisten Germania Wiesmoor. Foto: Doden
Seit dieser Saison coacht Frank Löning den Bezirksligisten Germania Wiesmoor. Foto: Doden

Weihnachten in Ägypten

Früher als Kind und Jugendlicher habe Frank Löning die Weihnachtszeit sehr genossen – ebenso zu seinen Zeiten als Profifußballer. „Auch wenn wir manchmal auch noch einen Tag vor Heiligabend spielen mussten: Über Weihnachten hatten wir Spieler ausnahmsweise für ein paar Tage frei“, sagt Frank Löning. „Da musste ich einfach mal woanders hin. Also sind wir zu meiner Zeit beim SV Sandhausen zweimal über Weihnachten nach Ägypten geflogen.“ Aber auch, die Festtage in der Sonne zu verbringen, sei „komisch“ gewesen. Es habe aber beim Abschalten geholfen. Den Fußball ganz verdrängen konnte er aber auch nicht: „Ich musste mich natürlich fit halten, etwas selber trainieren.“ Auch bei dem, was auf den Tisch kam, musste sich Frank Löning etwas zügeln – mittlerweile aber nicht mehr.

„Jetzt führe ich ein ganz normales Leben, und esse alles, was ich möchte. Mittlerweile kann ich gut damit umgehen, ein paar Kilos mehr zu wiegen“, sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten Germania Wiesmoor. In diesem Jahr kommt er das erste Mal seit einigen Jahren an Heiligabend mit seiner Familie in großer Runde zusammen. „Wir werden zu meinen Eltern nach Wallinghausen fahren“, verrät Frank Löning. Mit „wir“ meint er seine Frau Andrea und seine beiden Töchter Ayleen (16 Jahre) und Kyra (12). Zudem werden auch Franks jüngere Geschwister Jan und Heike, die mit ihrem Mann und den vier Kindern aus Wolfsburg anreist, am 24. Dezember mit am Tisch sitzen. „Das wird toll. Das lassen wir uns auch von Corona nicht nehmen. Wir Erwachsene sind alle geboostert und lassen uns vorher testen.“

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