Verkehr
An wichtiger Straße in Aurich wird immer noch gebuddelt
Die Arbeiten an der Julianenburger Straße in Aurich sind eine schier unendliche Geschichte. Momentan werden dort Leerrohre verlegt. Sie haben große Bedeutung für den Verkehrsfluss in der Innenstadt.
Aurich - Die Bauarbeiten an der Julianenburger Straße in Aurich sind noch immer nicht ganz abgeschlossen. Autofahrer haben seit dem 12. November wieder freie Fahrt, doch Fußgänger müssen die Straßenseite wechseln, wenn sie vom Fischteichweg in Richtung Oldersumer Straße gehen. Auf der östlichen Seite der Straße arbeitet die Firma Strabag noch immer am Fuß- und Radweg – und das, obwohl die Sanierung nach Angaben der Kreisverwaltung bis zum 26. November abgeschlossen sein sollte. Was ist da los?
Matthias Hayen vom Amt für Kreisstraßen liefert die Erklärung: „Das ist ein Lückenschluss.“ Die eigentlichen Sanierungsarbeiten seien abgeschlossen, doch unter dem alten Abschnitt des Geh- und Radwegs müssten noch Leerrohre und Kabel verlegt werden, damit die Ampel an der umgebauten Kreuzung Julianenburger Straße/Hafenstraße/Kirchdorfer Straße/Fischteichweg mit der Ampel an der Nachbarkreuzung (Oldersumer Straße) verbunden und an den Verkehrsrechner der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr angeschlossen werden kann.
Grüne Welle für Rettungsfahrzeuge
Der Verkehrsrechner steht im Keller der Straßenmeisterei Aurich an der Leerer Landstraße. Von dort werden die Ampeln an den Hauptkreuzungen im Stadtgebiet gesteuert und aufeinander abgestimmt, erklärt Behördenleiter Frank Buchholz. So können durch geschickte Koordination der Ampeln Staus möglichst kurz gehalten werden. Auch die grüne Welle für Rettungsfahrzeuge wird über den Verkehrsrechner gesteuert. Die neue Ampel hingegen führt derzeit noch ein Eigenleben, da sie nicht mit den anderen Ampeln kommunizieren kann.
Dennoch reagiert auch diese Ampel schon auf die aktuelle Verkehrslage, wie Hayen betont. Über Sensoren registriert die Anlage, wie viele Autos jeweils warten, und stimmt die Länge der Grün- und Rotphasen darauf ab. „Das funktioniert gut“, sagt der Amtsleiter.
„Der Rechner muss wissen, was er zu tun hat“
Bis Mitte nächster Woche werde die Baustelle geräumt, teilte Landkreis-Pressesprecher Rainer Müller-Gummels mit. Allerdings ist es nicht damit getan, die Kabel zu verlegen. Damit die neue Ampel mit dem Verkehrsrechner kommunizieren kann, muss ein Programm aufgespielt werden, wie Buchholz erläutert. „Da reicht es nicht, einen Stöpsel zu ziehen. Der Rechner muss wissen, was er zu tun hat.“
Die Bauarbeiten rund um die Julianenburger Straße laufen bereits seit Mitte Juli. Zunächst ließ der Landkreis die Kreuzung Julianenburger Straße/Hafenstraße/Kirchdorfer Straße/Fischteichweg umbauen. Sie ist seit Anfang September wieder befahrbar. Danach wurde die Julianenburger Straße saniert. Sie blieb bis Mitte November für den Durchgangsverkehr gesperrt. Es war zu Verzögerungen gekommen, weil die Firma Siemens die neue Ampelanlage für die Kreuzung nicht liefern konnte.
Momentan werde neben dem Ampelkabel auch noch die neue Beleuchtung angeschlossen, so Müller-Gummels. Im neuen Jahr müssten zudem noch einige Restarbeiten erledigt werden. „Nur noch Kleinigkeiten.“