Autoindustrie

VW Emden startet mit Kurzarbeit ins neue Jahr

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 15.12.2021 16:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf diesem Bild wird im Emder VW-Werk noch gearbeitet – aktuell ruht die Produktion am Standort aber. Foto: Ortgies
Auf diesem Bild wird im Emder VW-Werk noch gearbeitet – aktuell ruht die Produktion am Standort aber. Foto: Ortgies
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Wegen der Halbleiter-Krise gehen die Volkswagen-Beschäftigten in Emden auch im Januar direkt wieder in Kurzarbeit. Am Standort werden somit für sechs Wochen am Stück keine Fahrzeuge produziert.

Emden - Für die Beschäftigten des Volkswagen-Werks in Emden beginnt das Jahr 2022 so, wie dieses Jahr endet: mit Kurzarbeit. Die Produktion soll nach dem Ende der geplanten Betriebspause ab dem 10. Januar für eine weitere Woche bis zum 16. Januar ruhen. Dies bestätigte Werksprecherin Indra van Schwartzenberg am Mittwoch auf Nachfrage. Weitere Schließtage sind nach Informationen unserer Redaktion für den 31. Januar sowie für den 1. und 11. Februar geplant.

Der Grund für die erneute Kurzarbeit sind einmal mehr die Corona-Pandemie sowie die damit zusammenhängenden Versorgungsengpässe aus dem Ausland, wie aus einer internen Mitteilung des Konzerns an die Mitarbeiter hervorgeht, die unserer Redaktion vorliegt. Auch die VW-Sprecherin führte diesen Grund an. Insbesondere Elektronik-Chips, die für den Autobau benötigt werden, sind derzeit Mangelware. Außer VW sind auch andere Branchenvertreter von den Engpässen betroffen. Mercedes-Benz etwa hatte erst zu Wochenbeginn bekanntgegeben, die Weihnachtspause unter anderem im Werk in Bremen vorzuziehen.

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Die Beschäftigten bei VW in Emden sind bereits in Kurzarbeit; letztmals produziert wurde am Standort am 3. Dezember. Anfang kommender Woche beginnt die geplante Pause, die unter anderem für den weiteren Umbau des Werks zur Elektroauto-Fabrik genutzt werden soll. Somit stehen am Standort für sechs Wochen die Bänder still. 2021 komme man im Emder Werk auf insgesamt 72 Schließtage, sagte Betriebsratschef Manfred Wulff unserer Redaktion kürzlich. Und auch die Produktion habe gelitten: Statt wie geplant 190.000 habe man in Emden in diesem Jahr nur 120.000 Fahrzeuge fertigen können.