Ehrenamt
Weener: Die neuen Ortsvorsteher sind die alten
Sie haben den direkten Draht zu den Bürgern in den Ortsteilen und sind die Vermittler zwischen Einwohnern und der Verwaltung: die Ortsvorsteher. In Weener sind die neuen Ortsvorsteher die alten.
Weener - Da staunte der frischgewählte Bürgermeister von Weener, Heiko Abbas (CDU), nicht schlecht: „Dass ein Rat komplett alle alten Ortsvorsteher in ihren Ämtern bestätigt hat, hat’s hier so noch nicht gegeben.“ Der neue Verwaltungschef interpretierte das einstimmige Votum als Ausdruck des Vertrauens und der Zufriedenheit mit der zum Teil schon jahrzehntelangen Arbeit in den neun Ortschaften der Stadt Weener.
Am Montagnachmittag wurden den Ortsvorstehern nach der Unterzeichnung ihrer Verpflichtungserklärung im Sitzungssaal des Rathauses feierlich ihre Urkunden überreicht. „Die Ortsvorsteher sind Vermittler zwischen den Bürgern in den Ortschaften und der Verwaltung“, so Abbas. Für die Verwaltung sei wichtig, auf die Ortskenntnisse der Ortsvorsteher zurückgreifen zu können, denn in jeder Ortschaft gebe es individuelle Bedürfnisse und Besonderheiten.
Kritik an der Resonanz der Verwaltung
Gerade vor diesem Hintergrund sei es nach den Worten von Gerrit Dreesmann (Holthusen) aber wichtig, dass die Ortsvorsteher von der Verwaltung eine Resonanz erhalten, wenn sie aus ihren Ortsteilen eine Mitteilung machten. Dass dies in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen sei, merkte Hinrich Sap aus Diele an. „Bereits im September habe ich einen Hinweis gegeben, dass ein Ortsschild eingewachsen und dadurch nicht mehr erkennbar ist. Es hat sich bis heute nichts getan“, merkte der Ortsvorsteher von Diele kritisch an. Heiko Abbas regte daher die Einführung von Ortsvorsteherrunden oder regelmäßige Kontaktgespräche zu den Ortsvorstehern an, um die Kommunikation zu verbessern.
Die Urkunden erhielten: Hans-Ludwig Timmer (Beschotenweg), Hinrich Sap (Diele), Gerrit Dreesmann (Holthusen), Broer Wübbena-Mecima (St. Georgiwold), Bernhard Siemons (Stapelmoor), Andreas Silze (Vellage), Garrelt Janßen (Weenermoor) und Friederich Sap (Weener). Bei der Urkundenübergabe fehlte Frauke Bock. Sie ist nach wie vor Ortsvorsteherin von Kirchborgum.