Kolumne: Für die Ehre
Nicht das Ehrenamt zerstören
Auf unserem Online-Auftritt veröffentlichen wir an sechs Tagen pro Woche eine Kolumne. Samstag geht es ums Ehrenamt.
Team-Play ist gefragt, um eine für das Ehrenamt der Feuerwehren geplante Änderung im Gesetz zu umgehen. Künftig soll hauptamtliches Personal eingesetzt werden, wenn es durch ehrenamtliches nicht ausreichend besetzt wird. Ein Entwurf des neuen Brandschutzgesetztes, mit dem die Ehrenamtler nur schwer leben können. Denn wer legt fest, wann ein Amt nicht ausreichend besetzt wird?
Die Positionen der Kreisbrandmeister sind immer ehrenamtlich besetzt worden. In Ostfriesland und drumherum, funktioniert es nach wie vor und so wollen wir es auch beibehalten. Auch wenn die Aufgaben mehr werden in den Führungspositionen. Der Gesetzgeber sollte sich überlegen, Ehrenamtliche mehr zu unterstützen, als einen nicht abgesprochenen Plan umzusetzen.
Wir machen es gerne und es ist eine ehrenvolle Aufgabe, für die Feuerwehr oder einer der anderen Hilfsorganisationen tätig zu sein. Die Landesspritze sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Zerstörung des Ehrenamtes bei der Feuerwehr zu erheblichen finanziellen Belastungen der Kommunen führt. Wie sollen unzählige Berufsfeuerwehren bezahlt werden?!
Das System der Freiwilligen Feuerwehr, so wie es in Deutschland besteht, ist ein weltweit einzigartiges Konstrukt. Die unproblematische Freistellung der Ehrenamtlichen muss viel einfacher und noch intensiver werden. Es gibt übrigens einige Positionen, die ordentlich Zeit beanspruchen und ehrenamtlich abgeleistet werden bei der Freiwilligen Feuerwehr, außerhalb der Einsatzdienste.
In der heutigen Zeit sind es so viele Aufgaben für einzelne Positionen geworden, dass ein „Danke“ bei einer Versammlung wohl schon fast niedlich erscheint. Dass oft nicht mehr drin ist bei den Kommunen, ist uns bewusst und tut uns auch leid, weil wir wissen, dass der Dank ehrlich ist. Verantwortliche bei Land und Bund, ran ans Ehrenamt!
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