Verwaltung
Digitalisierung der Stadt Emden soll einen Schub bekommen
Die Stadt will bis Ende 2025 die Hälfte ihrer Dienstleistungen online anbieten. Auch innerhalb der Verwaltung sollen digitale Arbeitsabläufe einen Schub bekommen. Und was ist mit den Schulen?
Emden - Die An- und Abmeldung von Hunden ist nur einer von vielen Behördengängen, die in Emden schon im Internet erledigt werden können. Bis zum Ende des Jahres 2025 will die Stadt die Hälfte ihrer Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger online anbieten. Dieses mittelfristige Ziel nannte der verantwortliche Stadtrat Volker Grendel jüngst bei der Vorstellung der Digitalstrategie der Stadt im zuständigen Fachausschuss des Emder Rates.
Bereits jetzt sind nach Angaben von Bernd van Ellen von der Koordinierungsstelle Digitalisierung über das Bürgerportal „OpenRathaus“ der Stadt 38 Formulare und Dienstleistungen aus verschiedenen Bereichen verfügbar, die den Gang zum Rathaus überflüssig machen. Die Online-Dienste sollen vor allem in Bereichen erweitert werden, die viel nachgefragt werden. „Es soll für die Bürger spürbar sein“, so Grendel.
Auch intern soll es vorangehen
Aber nicht nur nach außen, sondern auch intern soll die Digitalisierung der Stadtverwaltung in den kommenden Jahren einen Schub bekommen. So sollen ebenfalls in etwa vier Jahren 75 Prozent aller arbeitsteiligen Vorgänge und Geschäftsprozesse innerhalb der Verwaltung digital abgewickelt werden. Dazu gehören unter anderem die Arbeitszeiterfassung, Urlaubs- und Krankmeldungen sowie Genehmigungen von Dienstreisen. Anträge in Papierform soll es dann nicht mehr geben. Ziel ist es, solche Abläufe effizienter zu machen.
Auch die Ausstattung in den Büros und Amtsstuben wird entsprechend angepasst. Schon innerhalb des kommenden Jahres werden demnach nahezu alle Arbeitsplätze einheitliche Endgeräte haben. Dadurch soll die Zahl der Geräte um 20 Prozent vermindert werden.
Elektronische Akte für viele Arbeitsplätze
Das ist zumindest das mittelfristige Ziel der Strategie zur Digitalisierung. Sie sieht auch vor, dass bis Ende 2025 die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt eine einheitliche elektronische Akte nutzen.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Bildung. Nach Angaben von Grendel sind die meisten Emder Schulen mittlerweile mit Breitbandanschlüssen versorgt. Die Übertragungsleistungen reichen von 50 Mbit pro Sekunde in der Grundschule Petkum bis 400 Mbit in der Oberschule Herrentor. Der Großteil der Bildungsstätten muss mit 100 Mbit auskommen.
Fünf Schulen am Glasfasernetz
An das schnellere Glasfasernetz von Emden digital, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke, sind bislang die Berufsbildenden Schulen, die Grundschule Früchteburg sowie das Johannes-Althusius-Gymnasium und das Max-Windmüller-Gymnasium angeschlossen.
In den Schulen gibt es etwa 1600 mobile Endgeräte, aus dem Digitalpakt für die Schulen sind bislang 176 Geräte finanziert worden. Hinzu kommen 1233 Computer aus der Sofortausstattung für Schülerinnen und Schüler. Die Anschaffung weiterer Geräte ist geplant.