Berlin
„Peinlich, ganz ehrlich“: Lauterbach attackiert Wagenknecht in Impfdebatte
Vor wenigen Wochen knallte es zwischen Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Nun tritt Lauterbach mit markigen Worten auf Twitter nach.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Sahra Wagenknecht (Linke) werden sich offenbar in der Impf-Frage nicht mehr grün. Bereits vor wenigen Wochen waren die beiden bei der Polit-Talkshow Anne Will aneinandergeraten. Nun tritt Lauterbach via Twitter noch einmal nach. Der Grund: Wagenknecht verteidigte erneut Ungeimpfte. Von „vorsichtig Ungeimpften“ ginge weniger Gefahr aus als von Geimpften, die sich in Sicherheit wiegen. Dabei zitiert sie den Virologen Alexander Kekulé:
Prompt reagierte Lauterbach auf die Aussage. „Der 'vorsichtige Ungeimpfte' existiert nicht. Wer sich nicht impfen lässt ist grundsätzlich nicht vorsichtig. Er riskiert das Leben anderer Menschen“, findet der SPD-Mann deutliche Worte. Zudem bezeichnet er Wagenknechts Aussage als „peinlich“.
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Es ist nicht das erste Mal, dass die Politiker aneinandergeraten. Was war passiert? Beim Sonntagstalk von Anne Will lieferten sich Lauterbach und Wagenknecht einen offenen Schlagabtausch. Das Thema: der Corona-Winter. Wagenknecht hatte unter anderem den ungeimpften Fußballprofi Joshua Kimmich verteidigt und wollte ihre Gründe, weshalb auch sie nicht geimpft sei, nicht erläutern. Als kleinen Anriss warf sie den Begriff der vermeintlichen „Langzeitwirkungen der Impfung“ in die Runde. Lauterbach konnte ihrer Argumentation nichts abgewinnen und bezeichnete sie als „Unsinn“.