Zu wenig Corona-Impfstoff in Niedersachsen

Jede Woche dasselbe Drama

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Ein Kommentar von Daniel Noglik
| 26.11.2021 18:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Jens Spahn hält seine Versprechen nicht ein. Foto: Kappeler/DPA
Jens Spahn hält seine Versprechen nicht ein. Foto: Kappeler/DPA
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Jens Spahn sagt, es gebe genug Impfstoff. Das Land, Arztpraxen und die Impf-Teams sagen das Gegenteil. Es ist so ermüdend.

Ein Bekannter fragte mich am Donnerstag: „Ist das nicht ermüdend, in der Pandemie ständig dasselbe aufzuschreiben?“ Ja, man wiederholt sich. Da gebe ich ihm recht. Vor genau einer Woche habe ich einen Kommentar geschrieben. Darüber, dass Jens Spahn sich bitte an seine Versprechen halten möge. Jetzt, eine Woche später, geht es um dasselbe Thema: Spahn hat etwas versprochen. Und wieder hält sich der Bund nicht daran. Vergangene Woche ging es ums Boostern für alle, diese Woche um fehlende Impfstofflieferungen.

Die Politik beklagt sich permanent über eine zu geringe Impfbereitschaft. Dann stürzen sich die Menschen geradezu auf die Booster-Impfungen – und offenbar ist auch das nicht richtig. Leiden müssen unter der Wut und Verzweiflung der Leute übrigens die Mitarbeitenden der Arztpraxen und Impfteams. Spahn sitzt – geschäftsführend – in Berlin und hält gelegentlich eine Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler und verkündet, wie schlimm die Lage sei. Angesichts des offenbaren Impfstoffmangels ist es fast schon ironisch, wenn Wieler – wie am Freitag – in der Pressekonferenz danach fragt, wie viele Menschen noch sterben müssten, damit mehr Leute zum Impfen kämen.

Den Autor erreichen Sie unter d.noglik@zgo.de

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