Gesundheit

Am 8. Dezember soll das Emder Impf- und Testzentrum öffnen

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 26.11.2021 16:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Wille, sich impfen zu lassen, ist derzeit wieder sehr groß. Symbolfoto: Pixabay
Der Wille, sich impfen zu lassen, ist derzeit wieder sehr groß. Symbolfoto: Pixabay
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Die Zahl der Impfwilligen steigt rapide. Die Stadt Emden und das Deutsche Rote Kreuz reagieren darauf und öffnen ein Impfzentrum. So soll dessen Betrieb laufen.

Emden - Emden eröffnet gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz ein ambulantes Test- und Impfzentrum (Atiz). Dieses soll in den Räumen des ehemaligen Druckkontors, Normannenstraße 1A, untergebracht werden. Das teilte die Stadt in einer Pressekonferenz am Freitagmittag mit. Das DRK soll mit seinem Testangebot schon am 1. Dezember in der neuen Immobilie starten und entsprechend von dem ehemaligen Praktika-Markt in der Ubierstraße dorthin ziehen. Das Impfteam der Stadt will am 3. oder 4. Dezember folgen. Ab dem 8. Dezember sollen dann eventuell schon Impfungen dort möglich sein.

Damit reagiert die Stadt auf den riesigen Ansturm auf das Impfangebot. Am Mittwoch waren durch das mobile Impfteam auf dem Neuen Markt fast 500 Menschen geimpft worden. Viele hatten stundenlang im Regen anstehen müssen, einige wurden abgewiesen. Die Stadt hatte bislang den klaren Auftrag vom Land Niedersachsen, ein mobiles Impfteam zu stellen und damit vulnerable Menschen in Wohneinrichtungen zu impfen. Man habe mit den freien Impfterminen in der Innenstadt weit über den Auftrag hinaus gehandelt, sagte Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos). Weil Modalitäten jetzt geändert worden seien, könne es für Emden ein zweites Impfteam geben, das dann in dem Zentrum eingesetzt werden könne, erklärte Stadtrat Volker Grendel.

Impfung nur mit Termin

In der Normannenstraße sei die Immobilie optimal, sagte die neue Leiterin für den Fachbereich Gesundheit und Soziales, Kerstin Snakker. Hinten gebe es Büros, vorne eine Halle und durch den angrenzenden Westcenter-Parkplatz genügend Stellflächen für Autos. Interessierte sollen nur mit Termin vor Ort geimpft werden können. Wie genau und über welche Plattform Termine vergeben werden sollen, stehe aber noch nicht fest, so Grendel. Das werde zeitnah mitgeteilt. Das Zentrum soll aber erst einmal für ein Jahr erhalten bleiben.

Pro Impfteam und Woche stünden 1020 Dosen Biontech-Vakzin zur Verfügung, sagte Cathrin Leuffert, ärztliche Leiterin des Impfzentrums. Impfstoffe von Moderna und Johnson & Johnson seien indes unbegrenzt vorhanden. Letztgenanntes Vakzin sei für viele nachwievor interessant, die sich erstimpfen lassen wollten. Es ist nur eine Impfung notwenig, nach zwei Wochen Wartezeit gilt man als durchgeimpft. Moderna sei bei Kreuzimpfungen mit Biontech für viele interessant, so die Ärztin.

Volker Grendel geht davon aus, dass in den kommenden Wochen auch das Testangebot in der Stadt ingesamt wieder stärker hochgefahren wird. „Es gibt schon diverse Verhandlungen“, sagte er. Die 3G-Regel am Arbeitsplatz, die seit Mittwoch gilt, und eine drohende 2G-Plus-Regel, die einen Corona-Test auch für Geimpfte und Genesene etwa in Freizeiteinrichtungen und Restaurants nötig macht, hat die Nachfrage extrem gesteigert. Er gehe davon aus, dass ab kommenden Mittwoch in Emden die 2G-Plus-Regel greifen könnte. Das sei nur noch abzuwenden, wenn der Inzidenzwert, der am Freitag bei 176,4 lag, vor Dienstag unter 100 fällt, so Grendel.

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