Corona-Lage
Endstation Lockdown?
Immer mehr Infektionen, immer mehr Corona-Tote: Wo soll das alles enden? Selbst Lockdowns für alle sind jetzt wieder im Gespräch. Dabei gäbe es bessere Optionen als hektische Politik im Notfallmodus.
Schaffen wir es jetzt nicht bald, die Corona-Infektionswelle zu brechen, dann droht ein neuer Lockdown für alle. Das kann niemand wollen, wie ein Blick nach Österreich zeigt. So ist das, wenn man die Zügel zu lange schleifen lässt. Auch Deutschland hat bereits viel Zeit vertan. Die Noch-Bundesregierung agiert lediglich geschäftsführend und teils chaotisch, die kommende Koalition muss noch viel lernen, wie erste peinliche Fehltritte in der Corona-Politik zeigen. Statt Notlagen für beendet zu erklären, wäre es sinnvoller gewesen, sich intensiver mit den Warnungen der Wissenschaftler zu befassen, die sich seit Monaten wieder häufen.
Natürlich ist es bitter, wenn Freiheiten wieder eingeschränkt werden müssen. Doch je früher der Infektionsschutz ansetzt, je mehr Menschen sich an die Regeln halten und je schärfer kontrolliert wird, desto besser für alle. Denn die Folgen der Pandemie sind fatal: menschlich, sozial und ökonomisch.
Denkt man vom möglichen Ende her, bleibt Vorsicht die beste Option. 2G-, 2Gplus- und 3G-Regeln sind ein Anfang, mehr aber wahrscheinlich nicht. Gut, dass Bund und Länder die neuen Bestimmungen schon am 9. Dezember auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Denn die Infektionszahlen sind beängstigender denn je. Und individuelle Rechte müssen dann zurückstehen, wenn es um Leib und Leben anderer geht.