Fußball

Kickers Emden ist nach 3:1-Sieg wieder Oberliga-Tabellenführer

Ingo Poppen und Sören Siemens
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Von Ingo Poppen und Sören Siemens
| 20.11.2021 17:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nach dem 5:1 im Hinspiel folgte nun ein 3:1 in Uphusen. Dabei traf auch Nikky Goguadze (links). Und das in Rekordzeit. Archivfoto: Doden
Nach dem 5:1 im Hinspiel folgte nun ein 3:1 in Uphusen. Dabei traf auch Nikky Goguadze (links). Und das in Rekordzeit. Archivfoto: Doden
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Mindestens bis Sonntagnachmittag ist Kickers Emden Spitzenreiter. Der Fußball-Oberligist gewann beim Schlusslicht TB Uphusen mit 3:1. Daran hatte ein Mann besonders großen Anteil.

Uphusen - Kickers Emden ist wieder Tabellenführer der Fußball-Oberliga. Durch einen 3:1-Sieg am Sonnabend beim Tabellenletzten TB Uphusen verdrängte der BSV den Konkurrenten Blau-Weiß Lohne zumindest bis Sonntagnachmittag vom Platz an der Sonne. Mit einem Punkt oder Sieg gegen Spelle-Venhaus kann BW die Spitzenposition am Sonntag dann zurückerobern.

Kickers-Trainer Stefan Emmerling erlebte eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft. Foto: Doden
Kickers-Trainer Stefan Emmerling erlebte eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft. Foto: Doden

In der Endabrechnung am Ende der Spielzeit wird der Erfolg im Landkreis Verden in der Nähe von Bremen allerdings keine Rolle spielen. Kickers ist in der Aufstiegsrunde, Uphusen geht in die Abstiegsrunde. Die Punkte werden somit gestrichen. Dennoch: Kickers ging das Spiel alles andere als ein „Freundschaftsspiel“ an. Schließlich folgen für Emden an den kommenden beiden Wochenenden noch zwei wichtige Spiele gegen den TuS Bersenbrück (27. November in Emden) und beim VfL Oldenburg (5. Dezember in Oldenburg), die beide noch um die Qualifikation für die Aufstiegsrunde kämpfen.

Steffens-Doppelpack

Kickers war in der gesamten ersten Halbzeit klar spielbestimmend, lag aber nach elf Minuten 0:1 zurück. Ein Schuss von Boris Koweschnikow aus 20 Metern wurde abgefälscht und senkte sich unhaltbar über Keeper Jannik Wetzel hinweg ins Tor (11.). Eine Minute zuvor hatte Tido Steffens weniger Glück, als sein Kracher aus 30 Metern von der Unterkannte der Latte ins Feld zurücksprang. Der stark aufspielende Angreifer übernahm die Kapitänsbinde von Bastian Dassel, der gelbgesperrt fehlte. In der Abwehr übernahm Alagie Jabbie die Chefrolle im Zentrum und übte diese genau so souverän aus wie ansonsten seinen Part auf der Außenposition in der Dreierkette. „Er hat einen überragenden Job gemacht“, lobte Trainer Stefan Emmerling.

Tido Steffens (links) war an allen Emder Toren beteiligt. Archivfoto: Doden
Tido Steffens (links) war an allen Emder Toren beteiligt. Archivfoto: Doden

Ein Extra-Lob verdiente sich nach dem Spiel auch Tido Steffens, der nach 25 Minuten zunächst den hochverdienten Ausgleich erzielte. Nach Pass von Heiko Visser traf er mit einem trockenen Schuss aus neun Metern. Nachdem Ibrahim Sillah per einstudierter Ecke sein nächstes Kopfballtor knapp verpasst hatte (29.), war Steffens wieder zur Stelle. Nach einer herrlichen Kombination legte Holger Wulff den Ball quer vor das Tor, wo der eingelaufene Steffens zum 1:2 einschoss (35.). Kickers zog in der ersten Halbzeit zeitweise eine Art Power Play auf, agierte sehr dominant.

Super-Joker Goguadze

Die Uphuser wurden nach dem Wechsel etwas mutiger, brachten Kickers aber nur zweimal in wenigen Sekunden ernsthaft in Gefahr. Ein Schuss von Rasho Hazim Chicho wurde noch gerade zur Ecke abgefälscht. Die brachte anschließend die nächste Möglichkeit. Doch Matthias Goosmann klärte vor der Linie (51.). Ein Wulff-Treffer wurde dann wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (70.). Danach klärte noch einmal Wetzel nach einem Distanzschuss (71.). Doch ein Super-Joker, der ansonsten zur Startelf gehört, besorgte dann die Entscheidung.

Spieldaten

Emden: Wetzel; D. Goguadze, Jabbie, Konda, Goosmann, Sillah, Visser (89.. Frerichs), Karamac (75. N. Goguadze), Wulff, van der Werff, Steffens.

Tore: 1:0 Koweschnikow (11.), 1:1, 1:2 Steffens (25./ 34.), 1:3 N. Goguadze (76.).

Keine 60 Sekunden war Nikky Goguadze auf dem Feld, da traf er zum 3:1. Einen herrlichen Pass von Steffens verwertete der Mann aus Groningen. „Das nennt man dann einen Glücksgriff“, erklärte der staunende Stadionsprecher über die Lautsprecher.

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In der Schlussphase verpasste Kickers noch einen vierten Treffer. Doch das sollte das Arbeits-Zeugnis von Trainer Emmerling für seine Elf nicht mehr negativ beeinflussen. „Gegen solche Gegner ist es immer schwer. Wir haben nach dem unglücklichen Rückstand zum Glück die Ruhe bewahrt und schön herausgespielte Tore erzielt.