Sicherheit

Feuer- und Rettungsübung an Bord der Frisia III

Michael Hillebrand
|
Von Michael Hillebrand
| 19.11.2021 18:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch ferngesteuerte Löschkanonen kamen bei der Übung zum Einsatz. Fotos: Reederei
Auch ferngesteuerte Löschkanonen kamen bei der Übung zum Einsatz. Fotos: Reederei
Artikel teilen:

Die Norddeicher Reederei Frisia hat ihre alljährliche Großübung veranstaltet. Dabei standen das Löschen von Elektrofahrzeugen sowie die Evakuierung von Passagieren und Besatzung im Mittelpunkt.

Norddeich . Die AG Reederei Norden-Frisia hat an diesem Freitag im Norddeicher Hafen ihre alljährliche Großübung durchgeführt. Das teilt die Reederei mit. Unter Einbindung der Feuerwehr, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) hätten dieses Mal die Themen brennende Elektro-Fahrzeuge und Evakuierung im Fokus gestanden, wird der nautische Inspektor Holger Eilers zitiert. Thomas Weege, der stellvertretende Stadtbrandmeister, habe verschiedene Szenarien von Fahrzeugbränden erläutert und von den Erfahrungen der Feuerwehr auf diesem Gebiet berichtet.

Rettungskräfte der Feuerwehr, der DGzRS und der DLRG nahmen ebenfalls an der Übung teil.
Rettungskräfte der Feuerwehr, der DGzRS und der DLRG nahmen ebenfalls an der Übung teil.

Die Schiffe der Reederei besäßen eine umfangreiche Ausrüstung zur Brandbekämpfung, die den Vorgaben der Aufsichtsbehörden entsprächen, heißt es weiter. „Die Seeleute werden zudem im Rahmen ihrer Aus- und Fortbildung wiederkehrend geschult und auf Notfälle vorbereitet.“

15-Meter-Rutsche zu den Rettungsinseln

Für die jetzige Übung stand ein Auto auf dem Fahrzeugdeck bereit, wobei der Rauch und die Flammen durch eine Nebelmaschine und durch Blinklichter simuliert worden seien. Dann sei Alarm geschlagen worden und ein Brand-Bekämpfungstrupp, der durch Besatzungsmitglieder gebildet wurde, habe Schutzkleidung und das Löschgerät angelegt. Weil simuliert wurde, dass der Brand auch auf benachbarte Fahrzeuge übergreift, seien auch die ferngesteuerten Löschkanonen der MS Frisia III zum Einsatz gekommen.

Der Kapitän habe sich schließlich dafür entscheiden müssen, die Fähre zu evakuieren und die Menschen an Bord auf Rettungsinseln unterzubringen. Ein schnelles Bereitschaftsboot (fast rescue boat) habe den Bereich neben der Fähre abgesichert, ehe eine Rutsche für die Fahrgäste zu den 15 Meter tiefer liegenden Rettungsinseln freigegeben wurde. DGzRS, Feuerwehr und DLRG kümmerten sich darum, dass die Passagiere an Land geschleppt wurden. „Die den gesamten Vormittag in Anspruch nehmende Notfallübung fand unter den Augen von Vertretern der Aufsichtsbehörde BG Verkehr, Hamburg, Vertretern der Hafenbehörde N-Ports sowie des Herstellers der Rettungssysteme, Viking, statt.“

Ähnliche Artikel