Berlin

Merkel fordert deutlich mehr Tempo bei Booster-Impfungen

Marvin Weber
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Von Marvin Weber
| 18.11.2021 16:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach der Sitzung des Bundestags am Donnerstagnachmittag diskutierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder über weitere Corona-Maßnahmen. Foto: dpa/Michael Kappeler
Nach der Sitzung des Bundestags am Donnerstagnachmittag diskutierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder über weitere Corona-Maßnahmen. Foto: dpa/Michael Kappeler
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Mit jeder Menge Auffrischimpfungen will Angela Merkel die vierte Corona-Welle abdämpfen. Bis zu 27 Millionen Booster-Impfungen sollen in den kommenden Wochen durchgeführt werden, so der Plan der Kanzlerin.

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will in der Corona-Krise mehr Tempo bei den Auffrischungsimpfungen. Nach Teilnehmerangaben nannte Merkel bei den Bund-Länder-Beratungen als Ziel ein zeitnahes Angebot für 27 Millionen Impfungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. 

Booster-Impfungs-Turbo bis Weihnachten?

Auch die „Bild“-Zeitung berichtete darüber. Laut „Bild“ sollen die 27 Millionen Auffrischungsimpfungen in den kommenden fünf Wochen bis Weihnachten durchgeführt werden. Aktuell haben lediglich 4,8 Millionen Menschen eine Booster-Impfung erhalten. 

Umstritten war demnach aber, ob eine solche genaue Zielgröße mit Blick auf Impfkapazitäten in das Beschlusspapier aufgenommen wird.

Booster-Impfungen spielen wichtige Rolle im Kampf gegen die Pandemie

In einer Vorlage hieß es, Erst- und Zweitimpfungen für bisher Ungeimpfte blieben entscheidend, um die Pandemie zu überwinden. Aber auch den Auffrischungsimpfungen kämen für bereits geimpfte Personen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Pandemie zu. „In kurzer Zeit müssen jetzt in Deutschland Millionen Auffrischungsimpfungen erfolgen“, hieß es.

An der Videokonferenz nahmen neben den Regierungschefs der Länder und Merkel auch der SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) teil, daneben weitere geschäftsführende Bundesminister.

Stiko empfiehlt allen über 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung

Die Impfkommission weitete nach wochenlangen Diskussionen ihre bisher eng gefasste Empfehlung massiv aus. Ab sofort empfehle sie „allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung“, teilte die Stiko mit. Auch ein flexiblerer Umgang mit dem Zeitabstand ist vorgesehen: In der Regel soll sechs Monate nach der letzten Dosis nachgeimpft werden - eine Verkürzung auf fünf Monate sei im Einzelfall und bei genug Kapazitäten aber zu erwägen.

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