Berlin
Lauterbach über Ende der epidemischen Lage: Kommunikativer Super-GAU
Im ZDF-Talk von Markus Lanz war Karl Lauterbach zu Gast. Dabei kritisierte und verteidigte der SPD-Politiker die Entscheidung der Ampelparteien, die epidemische Notlage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen.
Auch Markus Lanz kam um das Thema Corona nicht herum. Am Mittwochabend diskutierte er mit dem Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß und dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Außerdem waren der Intensivpfleger Ralf Berning sowie die Journalistin Helene Bubrowski zu Gast in der ZDF-Talkshow.
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Lauterbach überraschte in der Sendung mit einer Bemerkung: Einerseits fand er klare Worte, was er von der Entscheidung der Ampelparteien halte: „Die epidemische Notlage wird absurderweise beendet. Das ist kommunikativ ein Super-GAU.“
Lauterbach: Haben alles, was wir brauchen
Am 25. November wird die epidemische Notlage nationaler Tragweite auslaufen, sollte der Bundestag sie bis dahin nicht noch einmal verlängern. Auf der rechtlichen Grundlage der epidemischen Notlage hat die Politik in den vergangenen anderthalb Jahre Corona-Maßnahmen erlassen können.
Im Video: Die Pläne der Ampelparteien im Kampf gegen die vierte Welle
Lauterbachs SPD, die Grünen sowie die FDP haben eine Mehrheit im Parlament und wollen diesen Rechtsstatus nicht verlängern. Stattdessen planen sie, ein überarbeitetes Infektionsschutzgesetz zu verabschieden, das künftig den rechtlichen Rahmen für Corona-Regeln bilden soll.
Und das verteidigte Karl Lauterbach wiederum: Die Maßnahmen, die jetzt notwendig seien - beispielsweise 2G, 2G-Plus - das hätten die Ampelparteien alles im überarbeiteten Infektionsschutzgesetz berücksichtigt. „Medizinisch betrachtet ist das, was wir jetzt haben, das was wir brauchen“, sagte Lauterbach.
Diese Gäste waren zu Gast bei Markus Lanz