Politik

Altlasten werden Krummhörner Rat beschäftigen

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 13.11.2021 10:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gehört mit zu den „Altlasten“, die den neuen Rat in der Krummhörn beschäftigen werden: die Wirtschaftswege beziehungsweise deren zum Teil desolater Zustand. Foto: Archiv
Gehört mit zu den „Altlasten“, die den neuen Rat in der Krummhörn beschäftigen werden: die Wirtschaftswege beziehungsweise deren zum Teil desolater Zustand. Foto: Archiv
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Mehr als zehn Anträge aus der vergangenen Krummhörner Ratsperiode müssen noch entschieden werden. Hinzu kommen dringende Themen wie zum Beispiel die Grundschule Jennelt.

Krummhörn - Auf der konstituierenden Ratssitzung verglich Krummhörns neue Bürgermeisterin Hilke Looden die neue Ratsperiode mit einem leeren Buch. Einem Buch, das es zu füllen gelte. Doch völlig ohne Altlasten wird der nun neu zusammengesetzte Rat nicht agieren können.

Was und warum

Darum geht es: Viele drängende Themen müssen vom neu zusammengesetzten Rat der Gemeinde Krummhörn bearbeitet werden.

Vor allem interessant für: diejenigen, die sich für die Krummhörner Kommunalpolitik interessieren.

Deshalb berichten wir: Wir wollten wissen, wie viele unentschiedene Anträge noch aus der abgelaufenen Ratsperiode vorliegen.

Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de

Denn noch sind nicht alle Entschlüsse getroffen, die bereits in der vergangenen Ratsperiode angestoßen wurden. Wie eine Anfrage unserer Zeitung an die Gemeindeverwaltung ergab, sind von 40 gestellten Anträgen mindestens zwölf noch nicht bis zur Abstimmung vorgedrungen.

Ausgewertet: April 2020 bis heute

Wie Gemeindesprecher Fritz Harders mitteilt, wurden von den 40 Anträgen, die von April 2020 bis jetzt von der Politik eingereicht wurden, 23 Anträge bis zur Abstimmung im Rat gebracht. Hiervon wurde einer abgelehnt. fünf weitere Anträge wurden zwischenzeitlich zurückgezogen.

Übrig bleiben verschiedene Anträge, die vor allem an die Beratung in die jeweiligen Fachausschüsse verwiesen wurden. Hierzu zählt ein Antrag der SPD auf die Schaffung von Corona-Hilfen für Vereine aus dem März dieses Jahres, aber auch ein Antrag auf eine Änderung der Bauleitplanung in Greetsiel. Diesen hatte die Freie Bürgerliste (FBL) im Mai vergangenen Jahres gestellt.

Grundschulen und Wirtschaftswege

Die meisten der noch offenen Anträge datieren allerdings aus diesem Jahr. Nicht in der Liste der Verwaltung taucht allerdings die Grundschule Jennelt auf. Das ist insofern zu erklären, dass es hierzu keinen eindeutigen Antrag gibt. Bei Jennelt geht es weiterhin um die Frage nach Neubau oder Sanierung. Ein gemeinsames Gespräch zwischen Verwaltung, Politik und Schule sollte zunächst noch in der nun abgelaufenen Ratsperiode stattfinden, wurde dann aber in die neue Periode verschoben.

Ebenfalls ein Thema wird die auf Eis gelegte Erweiterung der Grundschule Greetsiel sein. Ursprünglich sollte die Grundschule in diesem Jahr erweitert werden, um später unter anderem auch den Kita-Kindern der Awo Platz zu bieten, die derzeit an der Straße Zur Hauener Hooge betreut werden. Dieses Vorhaben habe man „auf unbefristete Zeit zurückgestellt“, hieß es im Juli plötzlich seitens der Gemeinde, die auch Trägerin der Schule ist. Zu tun hatte die Zurückstellung laut Verwaltung mit der Kostenexplosion im Baugewerbe, die die zunächst geschätzte Summe „deutlich überstiegen“ habe. Als bereits zwei Drittel aller Ausschreibung erfolgt waren, habe die Krummhörner Politik daher schließlich die Notbremse gezogen.

Ein weiteres drängendes Thema werden die Wirtschaftswege in der Krummhörn sein. Hier geht es unter anderem um die Frage, ob das von Frank Baumann stets favorisierte „Pilotprojekt“ zur Finanzierung der desolaten Wege weiter verfolgt wird, oder ob die Politik eine gänzlich neue Herangehensweise ersinnt.

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