Corona-Pandemie
Emden bereitet sich auf ein stationäres Impfzentrum vor
Die Stadt Emden stellt sich auf die Einrichtung eines festen Impfzentrums ein. Sie reagiert damit auf Signale des Landes. Der Standort der Station ist noch offen. Es gibt zwei weitere Impfaktionen.
Emden - Die Stadt Emden bereitet sich auf die Einrichtung eines stationären Corona-Impfzentrums vor. Laut ihrer Sprecherin Theda Eilers reagiert die Kommune damit auf entsprechende Signale vom Land Niedersachsen. Hannover habe Änderungen bei den Impfangeboten angekündigt, aber noch keine Entscheidungen bekannt gegeben.
Was und warum
Darum geht es: Der Einsatz des mobilen Impfteams der Stadt Emden unter freiem Himmel wird schwieriger.
Vor allem interessant für: alle, die sich für die Entwicklung der Corona-Pandemie interessieren und diejenigen, die sich impfen lassen oder eine Auffrischung ihrer Impfung wollen
Deshalb berichten wir: Am Rande der jüngsten Impfaktion in der Innenstadt wurden Überlegungen für eine stationäre Einrichtung bekannt. Wir haben nachgehakt. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
Angesichts des bevorstehenden Winters und schlechter werdender Witterungsbedingungen sehe sich die Stadt dennoch bereits jetzt nach Alternativen zu den mobilen Impfangeboten um. „Sollte entschieden werden, dass wieder ein Impfzentrum als feste Struktur installiert werden soll, könnten Personal, Technik und weitere Ausstattung dafür schneller bereitgestellt werden als beim ersten Impfzentrum im vergangenen Winter“, schreibt Eilers auf Nachfrage dieser Zeitung.
Lange Warteschlangen im Regen
Das Impfzentrum in der Nordseehalle war, wie die etwa 50 weiteren Einrichtungen dieser Art in Niedersachsen, Ende September geschlossen worden. Seitdem sind mobile Teams und Arztpraxen für die Corona-Schutzimpfungen zuständig. Auch die Stadt Emden bietet mit ihrem mobilen Impfteam zusätzliche Angebote an. Dazu gehören unter anderem wöchentliche Aktionen in der Innenstadt.
Dass eine stationäre und überdachte Einrichtung notwendig ist, zeigte sich auch bei den jüngsten Einsätzen des mobilen Impfteams am vergangenen Sonntag vor der Nordseehalle und am vergangenen Donnerstag auf dem Neuen Markt. Dort hatten sich jeweils lange Warteschlangen gebildet. Die Impfwilligen mussten trotz Wind, Regen und Kälte im Freien zeitweise lange ausharren, bis sie an die Reihe kamen. Das ist auch aus Sicht der ärztlichen Leiterin des Teams, Cathrin Leuffert, nicht in Ordnung, wie sie der Emder Zeitung sagte.
926 Impfungen an drei Terminen
Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen hatte sich auch Harald Wiers skeptisch geäußert. Er ist Chef der Firma IFAS Safety, die im Auftrag der Stadt Fahrzeuge, Personal und Material für das mobile Impfteam stellt. Falls die Nachfrage so hoch bleibe wie bisher, reichten die mobilen Angebote wohl kaum aus, meint er. „Auf Dauer ist das nicht durchzuhalten“, sagte Wiers dieser Zeitung.
Nach Angaben der Stadt haben sich bei den jüngsten drei öffentlichen und freien Impfaktionen insgesamt 926 Menschen impfen lassen. Allein 355 davon registrierte das Team am Donnerstag auf dem Neuen Markt, wobei 80 Prozent eine Impf-Verstärkung („Booster“) wollten. Dort war der Andrang so groß, dass etwa 50 Leute am Nachmittag nicht mehr an die Reihe kamen und auf die weiteren Termine vertröstet werden mussten.
Vorerst plant die Stadt bis zum Ende des Jahres weitere Einsätze des mobilen Impfteams in der Innenstadt. Sie sind jeweils donnerstags von 10 bis 15 Uhr auf dem Neuen Markt. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage hat die Stadt an diesem Freitag entschieden, zwei zusätzliche Termine einzurichten. Sie sind am kommenden Montag sowie am Montag, 22. November, jeweils ebenfalls von 10 bis 15 Uhr auf dem Neuen Markt. Vorherige Anmeldungen sind nicht erforderlich.