Industrie
Umbau bei VW in Emden ist „gut auf Kurs“
Im Emder Volkswagen-Werk kommt der Umbau für die im Frühjahr startende E-Auto-Produktion gut voran. Der anhaltende Halbleitermangel sorgt bei der Transformation des Konzerns aber auch für Probleme.
Emden - Das Emder Volkswagen-Werk steckt mitten in der Transformation: Seit gut einem Jahr laufen die Bauarbeiten für eine neue Produktionshalle, ab Frühjahr kommenden Jahres soll das Elektromodell ID.4 in Serie gefertigt werden. Am Dienstag gewährte VW erstmals einen größeren Einblick in den laufenden Umbau und in die Schulung der Beschäftigten. Werksleiter Uwe Schwartz hat hierbei ein großes Ziel vor Augen: „Emden wird zum Leuchtturm der Elektromobilität im Norden.“
Der Fahrplan ist klar: Wenn im Frühjahr der ID.4 in Produktion geht, soll das Modell laut Schwartz ein Drittel der in Emden gefertigten Fahrzeuge ausmachen. 2023 solle dann das zweite Elektromodell, der Passat-Nachfolger Aero B, folgen. 2024 werde der Umbau des Werks zur E-Auto-Fabrik abgeschlossen sein, sagt Schwartz: „Wir sind bei der Transformation gut auf Kurs.“
Bei VW hat man große Pläne in Sachen E-Mobilität: „Volkswagen mit seiner ID-Familie will bis 2025 Weltmarktführer werden“, sagt Christian Vollmer, Vorstand für Produktion und Logistik der Marke VW. Aktuell würden der Halbleitermangel und die dadurch verursachte Kurzarbeit an den verschiedenen Standorten bei der Neuausrichtung des Konzerns jedoch auch für Probleme sorgen: „Es hat ein Für und Wider“, sagt Vollmer. Einerseits könnten Umbauarbeiten wie jetzt in Emden einfacher vonstattengehen, wenn die Produktion ruhe. Andererseits müssten Vorserienfahrzeuge pünktlich gefertigt werden, um rechtzeitig die Freigabe für die Serienproduktion zu erhalten. Zudem könne die Produktivität bei immer wiederkehrender Kurzarbeit, wie derzeit in Zwickau, nicht wie geplant gesteigert werden.