Interview

„Die Zeiteinteilung ist die größte Herausforderung“

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 07.11.2021 11:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Inzwischen hat sich Hilke Looden an ihrem Schreibtisch eingerichtet. Das Bild entstand vor ein paar Tagen bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Rathaus. Foto: Wagenaar
Inzwischen hat sich Hilke Looden an ihrem Schreibtisch eingerichtet. Das Bild entstand vor ein paar Tagen bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Rathaus. Foto: Wagenaar
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Seit Montag ist Hilke Looden die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Krummhörn. Im Interview spricht sie über ihre ersten Erfahrungen und über das, was sie in nächster Zeit erwarten wird.

Pewsum - An diesem Montag ist es genau eine Woche her, dass Hilke Looden (parteilos) als neue Bürgermeisterin ins Rathaus der Gemeinde Krummhörn einzog. Wir haben jetzt mit ihr über ihre bisherigen Erfahrungen, über ihren Arbeitsplatz und über die jetzt anstehende erste Sitzung des neuen Rates gesprochen.

Was und warum

Darum geht es: Die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Krummhörn bereitet sich auf ihre erste große öffentliche Sitzung vor.

Vor allem interessant für: Bewohner der Gemeinde Krummhörn und Politikinteressierte

Deshalb berichten wir: Hilke Looden hat jetzt ihre erste Arbeitswoche hinter sich.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Frage: Frau Looden, wie war die erste Woche für Sie und was haben Sie schon gelernt?

Hilke Looden: Die erste Woche war spannend, aufregend und ich bin im Grunde genommen mitten hineingesetzt worden. Ich bin in einen laufenden Betrieb eingestiegen und das war auch ganz deutlich zu merken. Es fing an mit einer Teerunde, aber das war es dann auch schon und es ging voll los. Ich habe zum Beispiel die neue Schulleiterin in der Grundschule Greetsiel bei der Amtseinführung unterstützt. Ich habe mit allen Fachbereichsleitern Kontakt gehabt und mich ausgetauscht, vieles schon abgezeichnet, unterschrieben und zur konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats eingeladen.

Frage: Wie oft hat das Telefon geklingelt und wie viele Termine mussten Sie insgesamt wahrnehmen?

Looden: Zum Glück habe ich eine Sekretärin, die alles schon einmal filtert und die dann auch Terminanfragen direkt bearbeitet und einträgt, ohne dass ich das machen muss. Ich hatte auch eigentlich mehr persönliche Gespräche vor Ort, als das ich telefoniert habe. Zum Beispiel habe ich mich mit den Fachbereitsleitern und mit Herrn Kalkhoff von der Touristik ausgetauscht. Was die Termine angeht, kann ich nicht sagen, wie viele das insgesamt waren.

Frage: Haben Sie sich denn schon etwas eingelebt und Ihren Arbeitsplatz eingerichtet?

Looden: Ja. Am Montag habe ich mir das erstmal angeguckt und Dienstag habe ich ein paar persönliche Sachen mitgebracht. Ich habe alle Schubläden etwas aufgeräumt, einmal ausgewischt und geschaut, was drin ist und was auch drin bleiben kann. Der Arbeitsplatz fühlt sich jetzt wie mein eigener an.

Frage: Was war die größte Herausforderung in den ersten Tagen?

Looden: Also die größte Herausforderung war – und ich glaube, das wird auch so bleiben – die verfügbare Zeit gut einzuteilen. Ich hätte mich nämlich gerne noch etwas mehr eingelesen und eingearbeitet. Aber ich hoffe ja, dass in Zukunft auch mal etwas mehr freie Stunden dazwischen sind und das mal gelingt. Ich glaube, ich muss akzeptieren, dass der Tag nur eine begrenzte Zahl an Stunden hat.

Frage: Und was steht für sie in der zweiten Woche an?

Looden: Die wird ganz im Zeichen der konstituierenden Ratssitzung stehen.

Frage: Wie bereiten Sie sich darauf vor?

Natürlich werde ich von den Fachbereichsleitern auf die einzelnen Tagesordnungspunkte mit vorbereitet, damit das alles seine Richtigkeit hat und ich werde natürlich auch was über die Aufteilung der Ausschüsse und über die Vorgaben erfahren, die erfüllt werden müssen. Zum Beispiel, welche Ausschüsse wie besetzt sind. Zudem werde ich mich natürlich auch ganz persönlich auf die Sitzung vorbereiten, da ich da noch eine kleine Ansprache halten werde.

Frage: Müssen Sie als neue Bürgermeisterin Lehrgänge besuchen, die Sie auf Ihre neue Arbeit vorbereiten?

Looden: Ich bin gerade dabei, die Angebote des Städte- und Gemeindebunds zu sichten. Ich werde sicherlich noch an dem einen oder anderen Lehrgang teilnehmen, aber was da genau in Frage kommt, das kann ich heute noch nicht sagen.

Frage: Ist die Arbeit als Bürgermeisterin denn so, wie Sie sich das vorgestellt haben?

Looden: Vielleicht ist die Taktzahl sogar noch ein bisschen höher als gedacht, aber das hängt ja auch immer von einem selbst und vom persönlichen Ehrgeiz ab, hier schnell möglichst viel zu erfassen und abzuarbeiten. Es fühlt sich aber sehr gut an, das muss ich dazusagen. Ich kehre diesen Montag gerne ins Rathaus zurück.

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