Sanierung

Freibad Borssum: Jetzt ist wieder Geduld gefragt

| | 06.11.2021 08:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Freibad Borssum kann seit Jahren nicht genutzt werden, die Anlage muss aufwendig saniert werden. Foto: Päschel/Archiv
Das Freibad Borssum kann seit Jahren nicht genutzt werden, die Anlage muss aufwendig saniert werden. Foto: Päschel/Archiv
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Beim Freibad Borssum stockt es erneut auf dem Weg zur Sanierung: Für zwei Baumaßnahmen sind weitere Ausschreibungen notwendig – es kamen keine Angebote von Firmen. Für den SV Neptun ist das ärgerlich.

Emden - Nun ist es offiziell: Aus der digitalen Vergabeplattform des Landes Niedersachsen ging bereits hervor, dass zentrale Arbeitsaufträge zur Sanierung des Borssumer Freibads noch einmal neu ausgeschrieben worden sind. Das hat die Stadt Emden jetzt in einer Mitteilung bestätigt. „Leider sind sowohl für den Rohbau- als auch für die Zimmerer-/und Trockenbauarbeiten keine Angebote von Firmen eingegangen“, heißt es darin. Diese Nachricht sorgt für Ernüchterung: „Alles, was das Projekt aufhält, ist für uns ärgerlich bis katastrophal“, sagt Matthias Drüner, 1. Vorsitzender des Schwimmvereins Neptun Emden, auf Nachfrage. „Solange es aber nur bei einer Verzögerung bleibt, können wir das hinnehmen“, so Drüner.

Was und warum

Darum geht es: Für den Schwimmverein Neptun Emden ist die Verlängerung der Ausschreibungen zur Sanierung des Borssumer Freibads ein Rückschlag. Die Sorge, dass das Projekt platzt und der Verein kein wettkampffähiges Schwimmbad bekommt, bleibt.

Vor allem interessant für: Borssumerinnen und Borssumer, Freizeit- und Sportschwimmer.

Deshalb berichten wir: Die Stadt Emden hat am Freitag bestätigt, dass eine weitere Ausschreibung notwendig geworden ist.

Die Autorin erreichen Sie unter: l.mimkes@zgo.de

Die Sorge, dass durch steigende Bau-Preise das Gesamtvolumen von 3,3 Millionen Euro überschritten wird, hält er für berechtigt. „Wenn das Projekt scheitert, wäre das für uns eine Katastrophe.“ Dann gebe es in der Stadt nämlich kein Bad mit einer wettkampftauglichen 50-Meter-Bahn mehr. „Das ist schon ein Standortnachteil, wenn man das nicht hat“, so Drüner. Auch für das Training des Vereins hätte das Folgen: „Die Zusammenarbeit mit dem Van-Ameren-Bad ist toll, man hat dort viel getan, um uns das Training zu ermöglichen“, sagt Drüner. Allerdings könne man dort keine weiteren Kapazitäten liefern. Und nicht nur für den Schwimmverein, auch für die Bevölkerung sei das Bad enorm wichtig: Zum Beispiel für Schwimmkurse.“

„Kopf nicht in Sand stecken“

Dass es jetzt wieder zu einer Verzögerung gekommen ist, bedauert auch Rainer Wortelker, 1. Vorsitzender des Fördervereins Freibad Borssum: „Wir sind jetzt fast zwei Jahre in der Planungsphase, das ist für den Förderverein natürlich sehr unbefriedigend.“ Schön sei jedoch, dass es bei 14 Ausschreibungen immerhin zu elf Angeboten gekommen sei. „Nun müssen wir abwarten“, sagt Wortelker. Die Angst vor einem Scheitern des Projekts ist laut ihm nicht größer als sonst: „Wir halten weiterhin daran fest und sind 14-tägig auf der Anlage, um das Bauvorhaben zu unterstützen.“ Gerade sei man dabei, die seit 2017 gesperrte Anlage winterfest zu machen. Auch beim SV Neptun bleibt man positiv eingestellt: „Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt Matthias Drüner.

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Die Stadt Emden hat laut Mitteilung im Rahmen einer sogenannten beschränkten Ausschreibung gezielt Firmen angesprochen und gebeten, Angebote abzugeben. „Dass wir keine Angebote für diese zwei Maßnahmen aus dem 1. Förderantrag bekommen haben, ist bitter und wirft uns ein Stück zurück, aber wir werden es weiter versuchen und sind zuversichtlich, dass wir durch die direkte Ansprache Firmen gewinnen können“, wird Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) in der Mitteilung zitiert. Man gehe davon aus, dass bis zur 51. Kalenderwoche (20. Dezember) Angebote vorliegen werden. Aufgrund einer Anfrage eines potentiellen Bieters wurde der Submissionstermin zur Badewassertechnik zudem ebenfalls verschoben.