Politik

Emden: Kruithoff bekommt zwei Stellvertreterinnen

Gordon Päschel
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Von Gordon Päschel
| 04.11.2021 20:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Andrea Risius (von links), Tim Kruithoff und Doris Kruse teilen sich die Repräsentanztermine des Emder Oberbürgermeisters. Das Bild zeigt die drei nach der Wahl der Stellvertreterposten für das ehrenamtliche Bürgermeisteramt. Foto: Päschel
Andrea Risius (von links), Tim Kruithoff und Doris Kruse teilen sich die Repräsentanztermine des Emder Oberbürgermeisters. Das Bild zeigt die drei nach der Wahl der Stellvertreterposten für das ehrenamtliche Bürgermeisteramt. Foto: Päschel
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Der neue Emder Rat wählte zwei Stellvertreterinnen für Oberbürgermeister Tim Kruithoff. Ihre Wahl und die erste Sitzung gaben einen Vorgeschmack auf die veränderten Kräfteverhältnisse in der Politik.

Emden - Doris Kruse (SPD) und Andrea Risius (CDU) sind die alten und neuen Stellvertreterinnen von Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos). Diese Wahl traf der Emder Rat am Donnerstagabend mehrheitlich auf seiner konstituierenden Sitzung. Mit den Stimmen von SPD, CDU und GfE war zuvor festlegt worden, dass ein dritter Stellvertreterposten künftig entfällt. Die Fraktionen „Grüne feat. Urmel“ und FDP, die ebenfalls Anspruch auf das Amt erhoben hatten, gehen damit leer aus.

Der Entscheidung vorangegangen waren gegenseitige Vorwürfe der Fraktionen. Die Diskussion war auch ein Fingerzeig für die künftige Zusammenarbeit im Rat. Die Kräfteverhältnisse haben sich verschoben. Ihren neuen Anspruch untermauerte vor allem die siebenköpfige Gruppe „Grüne feat. Urmel“. Die Fraktionsvorsitzende Andrea Marsal warf den beiden stimmenstärksten Parteien SPD und CDU ein fehlendes „demokratisches Grundverständnis“ vor, weil diese den anderen Fraktionen das Bürgermeisteramt verwehrten.

Es war nicht das einzige Mal an diesem Abend, dass Marsal und ihre Fraktion mehr Einfluss einforderten. Mit sieben Mandaten sei ihr Zusammenschluss nominell zweistärkste Kraft im Rat erinnerte sie im Gespräch mit der Redaktion. Die Gruppe habe schließlich genauso viele Sitze im Rat wie die CDU, so Marsal. Zu den vielen weiteren Personalentscheidungen des Abends zählt auch die Vergabe des Ratsvorsitzes. Mit großer Mehrheit wurde Gregor Strelow (SPD) gewählt. Lediglich die Fraktion „Grüne feat. Urmel“ enthielt sich bis auf Bernd Renken.

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