Fußball

Bezirksliga-Trainer erwarten ein „Hauen und Stechen“

Matthias Herzog
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Von Matthias Herzog
| 04.11.2021 18:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Für Frank Löning und seine Jungs von Germania Wiesmoor stehen noch mehrere Duelle gegen direkte Mitkonkurrenten um die Aufstiegsrunde an. Foto: Ortgies
Für Frank Löning und seine Jungs von Germania Wiesmoor stehen noch mehrere Duelle gegen direkte Mitkonkurrenten um die Aufstiegsrunde an. Foto: Ortgies
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Die vier Plätze für die Aufstiegsrunde sind in der Bezirksliga-Staffel A so gut wie vergeben. Sehr spannend ist es aber in der anderen Staffel. Wiesmoor und Larrelt stehen vor wegweisenden Wochen.

Ostfriesland - In wenigen Tagen könnte es den ersten Nachfrost geben, doch in der Fußball-Bezirksliga, Staffel B, geht es in der kalten Jahreszeit noch ganz heiß zur Sache. Überraschungstabellenführer SV Holtland und der TuS Pewsum haben sich ein wenig abgesetzt, Titelanwärter TV Bunde ist als Dritter mit einigen Nachholspielen auch gut im Rennen. Dahinter kämpfen zumindest bis zum sechsen Rang die Mannschaften noch um die ersten vier Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen.

Auf dem letzten Aufstiegsrundenplatz liegt derzeit Germania Wiesmoor (4.). Nach einem guten Start ist Germania zumindest punktemäßig ins Stottern gekommen. Noch sieben Spiele stehen für die Mannschaft von Frank Löning an, im Dezember kommt als Höhepunkt noch der Doppelpack gegen SF Larrelt (1./4.12.) sowie zum Abschluss die Partie gegen den TV Bunde. „Wir haben jetzt mit Loga und Großefehn zwei Heimspiele in Folge, da wollen wir sechsfach punkten. Zunächst sah es ja so aus, dass Pewsum und Bunde wegrennen, doch das hat sich ja alles relativiert“, meint Frank Löning. In den sieben Spielen trifft Germania noch auf fünf potenzielle Mitstreiter der Aufstiegsrunde. „Stand jetzt hätten wir dort einen Punkt“, weiß Löning, dass Wiesmoor noch einige Punkte einsammeln muss, um nicht abgeschlagen zu starten.

Tagesform für Borssums Coach entscheidend

Auch die Sportfreunde Larrelt (5.) wollen mit aller Macht in die Aufstiegsrunde. Mit dem Gastspiel am Sonntag in Pewsum und dem Heimspiel eine Woche später gegen Holtland warten zwei Kracher auf das Team von Marten Sandmann. „Die nächsten beiden Partien sind richtungsweisend. Wenn wir zweimal gewinnen, mischen wir sehr gut mit.“ Um die Aufstiegsrunde zu erreichen, dürfe man allerdings auch nicht die Spiele gegen die unteren Teams auf die leichte Schulter nehmen, „sonst ist man nämlich vielleicht gar nicht mit dabei“. Aus seiner Sicht habe Bunde die größte Qualität. „Die sind für mich mit Sicherheit dabei. Alle anderen kämpfen um die Plätze, auch Großefehn kann mit einer Serie noch einmal rankommen. Es wird ein Hauen und Stechen geben“, glaubt Sandmann.

Von einem Rennen bis zum Ende geht auch René Dörfel vom Stadtrivalen BW Borssum (6.) aus. „Die Staffel ist sehr, sehr ausgeglichen. Es kommt oft auf die Tagesform an“, sagt der Trainer der Blau-Weißen. Bei einem Spiel weniger trennt die Borssumer momentan ein Zähler vom anvisierten Rang vier. „Wir haben noch sechs Spiele, von denen wir vier gewinnen sollten. Das könnte dann reichen.“ Nach zwei Spielausfällen kommt der Partie beim Überraschungs-Spitzenreiter aus Holtland am Sonntag somit schon eine große Bedeutung zu.

Staffel A auf der Zielgeraden

Klaus Barghorn vom SV Großefehn will von der Aufstiegsrunde momentan nichts hören. „Wir sind in der ganzen Runde noch nicht richtig in Tritt gekommen, lassen wie auch am vergangenen Spieltag in Larrelt viel zu viele Punkte liegen. Wir spielen nicht schlecht, bringen die Spiele aber nicht nach Hause. Mein Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich für die Abstiegsrunde einzufahren.“ Große Hoffnungen setzt er auch auf die Rückkehr von Jannik Swieter. Der Kapitän zog sich diverse Bandverletzungen im Sprunggelenk zu. „Wir hoffen, dass er im neuen Jahr wieder mitwirken kann. Er ist für unsere Mannschaft sehr wichtig“, so Barghorn.

Dagegen biegt die Staffel A schon auf die Zielgerade ein. Tabellenführer SV Hage kann gegen Weene (Sonntag, 14 Uhr) mit einem Sieg den Staffelsieg perfekt machen. Auch für Wallinghausen (in Norden) und Aurich (in Strudden) stehen schon die letzten Partien an. Alle anderen Mannschaften müssen noch Nachholspiele bestreiten. Dabei geht es noch um Zähler für die Auf- und Abstiegsrunde. Wer in welche kommt, ist im Grunde schon entschieden.

Dabei gibt es ein Kuriosum: Der Vierte SV Wallinghausen kann nur noch vom Letzten TuS Middels abgefangen werden. Für dieses Wunder dürfte Wallinghausen nicht in Norden gewinnen und Middels müsste seine vier ausstehenden Spiele alle gewinnen.

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