Sanierung

Arbeiten am Pewsumer Schwimmbad haben begonnen

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 03.11.2021 10:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Fliesen im Udo-Solick-Bad wurden inzwischen abgestemmt. Fotos: Privat
Die Fliesen im Udo-Solick-Bad wurden inzwischen abgestemmt. Fotos: Privat
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Seit rund einer Woche wird das Udo-Solick-Bad in Pewsum saniert. Der TuS beklagt unterdessen die immer größer werdende Zahl an Schwimmschülern. Schließlich ist noch ein weiteres Bad geschlossen.

Pewsum - Im Pewsumer Udo-Solick-Bad geht es voran. Das bestätigt Petra Risto, die Sprecherin der Schwimmsparte des Tus Pewsum, auf Nachfrage unserer Zeitung. Seit rund einer Woche werden Fliesen am und rund um das Becken abgestemmt, um anschließend durch neue ersetzt zu werden. Vorher muss aber noch alles neu abgedichtet werden. Man werde die Vereinsmitglieder regelmäßig über die sozialen Medien auf dem aktuellen Stand halten, kündigt sie an.

Was und warum

Darum geht es: Die Bauarbeiten im Pewsumer Schwimmbad haben mit etwas Verzögerung begonnen. Die Schwimmsparte des Tus weicht derzeit auf ein anderes Bad aus.

Vor allem interessant für: Krummhörner und Besucher der Gemeinde, die gerne wieder in Pewsum oder in Greetsiel schwimmen gehen möchten

Deshalb berichten wir: Uns war auf Facebook ein Beitrag des Tus aufgefallen, in dem der Verein über die jetzt angelaufenen Arbeiten informiert.

Den Autor erreichen Sie unter: m.hillebrand@zgo.de

Eigentlich sollten die Arbeiten schon im September beginnen. Allerdings hätten sich die dafür notwendigen Ausschreibungen – die Gemeinde Krummhörn besitzt das Bad – hingezogen, weshalb man nun darauf hoffe, dass im April oder Mai alles fertig wird. „Bis Dezember sollte klar sein, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.“ Immerhin müsse sich in den kommenden Wochen erst noch zeigen, ob es weitere böse Überraschungen gebe.

Mehr als 100 Kinder auf der Warteliste

So sollte die Sanierung ursprünglich rund 308.000 Euro kosten. Inzwischen sind es etwa 577.000 Euro, was laut der Gemeinde damit zu tun hat, dass in dem von 1975 stammenden Bad Asbest entdeckt wurde, das nun aufwendig entsorgt werden muss. Außer der Entsorgung und dem Anbringen der neuen Fliesen stehen zudem noch weitere Arbeiten an, unter anderem an der Hubanlage für den Beckenboden, in den Umkleidebereichen und im Keller des Schwimmbads.

Das ganze Schwimmbecken und dessen Hubanlage sollen saniert werden. Es stehen auch noch weitere Arbeiten an.
Das ganze Schwimmbecken und dessen Hubanlage sollen saniert werden. Es stehen auch noch weitere Arbeiten an.

Sobald ein verlässlicher Eröffnungstermin feststeht, gehe für den TuS dann die große Telefoniererei los. Immerhin gebe es derzeit mehr als 100 Kinder auf der Warteliste, die Schwimmen lernen wollen. Jeden Tag kämen zwei bis drei Anfragen hinzu. In ein paar Wochen müsse man überprüfen, bei welchen von ihnen das Interesse fortbesteht und welche inzwischen auf andere Bäder und Vereine ausgewichen sind. „Vielleicht müssen wir dann in Zukunft noch einmal die Öffnungszeiten anpassen, um Kurse nachholen zu können“, kündigt Risto an. Öffentliche Schwimmzeiten müsse man dann gegebenenfalls einkürzen.

TuS weicht nach Emden aus

Obwohl das Pewsumer Bad geschlossen ist, ruhen die Angebote der Schwimmsparte jedoch nicht völlig. Man weiche derzeit beispielsweise mit den Aquaballspielern, den Bambini, mit der Leistungsgruppe und den Frühschwimmern auf die Friesentherme in Emden aus, die die Vereinsmitglieder nach Voranmeldung ohne Aufpreis nutzen können.

Das Emder Bad wird für die Pewsumer umso wichtiger, da auch das zweite Bad in der Gemeinde Krummhörn – die Oase in Greetsiel – für Schwimmer geschlossen ist. Das hängt damit zusammen, dass die Corona-Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können. Nur die Sauna ist inzwischen nach vorheriger Buchung im Internet (http://go.zgo.de/y8wsc) wieder nutzbar.

Ursprünglich sollte ab diesem Herbst auch in Greetsiel saniert werden. Aufgrund von „ausstehenden Genehmigungsverfahren und der angespannten Situation in der Baubranche“ habe man sich jedoch dafür entschieden, die Arbeiten um ein Jahr nach hinten zu verschieben, so Heinrich Heinenberg, Prokurist der Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel. Die Baukosten für die Oase sind zuletzt von 2,4 auf 2,6 Millionen Euro gestiegen.

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