Projekt

Begegnung der Generationen am Tisch und auf dem Papier

Stephanie Tomé
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Von Stephanie Tomé
| 02.11.2021 18:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Autor und Journalist Detlef M. Plaisier (r.) möchte sein Buchprojekt in Emden fortsetzen. Dabei unterstützen ihn Egon Philipps, Leiter des Fachdienstes Gemeinwesen der Stadt Emden (l.) sowie Sven Dübbelde von der Freiwilligenagentur. Foto: Archiv
Der Autor und Journalist Detlef M. Plaisier (r.) möchte sein Buchprojekt in Emden fortsetzen. Dabei unterstützen ihn Egon Philipps, Leiter des Fachdienstes Gemeinwesen der Stadt Emden (l.) sowie Sven Dübbelde von der Freiwilligenagentur. Foto: Archiv
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Detlef M. Plaisier sucht Menschen aus Emden, die 80 Jahre oder älter sind und aus ihrem Leben erzählen möchten. Die Geschichten sollen in einem Buch zusammengefasst werden.

Emden - Detlef M. Plaisier hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erinnerungen zu konservieren. Der Journalist und Autor aus Rhauderfehn hat bereits ein Buch über Menschen im Landkreis Leer herausgebracht, die ihre Geschichte erzählen. Nun soll das Projekt mit dem Titel „Eine Geschichte der Ältesten“ für die Stadt Emden fortgeführt werden. Dafür werden noch Menschen gesucht, die 80 Jahre oder älter sind und Lust haben, von ihrem Leben zu erzählen.

Ein erster Anfang ist bereits gemacht: Das Buchprojekt in Emden startete im vergangenen Jahr mit zwei Interviewpartnern ehe die Pandemie die Arbeit ausbremste. Nun soll es fortgesetzt werden. Die vergleichsweise niedrigen Inzidenzwerte in Emden sowie ein Stipendium der Verwertungsgesellschaft Wort aus dem Programm „Neustart Kultur“ würden nun die Fortsetzung des Projekts möglich machen, so Detlef M. Plaisier.

Begegnung der Generationen

Dem Autor ist dabei die Begegnung der Generationen wichtig. Und so sollen neben dem Autor selbst auch Schüler und Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen 2 in Emden die Interviews führen. In einer Schulung lernten sie verschiedene Interviewtechniken sowie den Umgang mit der Technik zur Aufzeichnung der Gespräche kennen.

Zu Wort kommen sollen vor allem Menschen, die vor 1940 geboren wurden. „Diese Menschen verfügen über ein Erfahrungswissen, das für die Gesellschaft unverzichtbar ist. Diese Lebenserfahrungen dürfen nicht verloren gehen“, so Plaisier. Insbesondere junge Menschen könnten von den Erfahrungen lernen und profitieren. Im Landkreis Leer ist das Projekt mit dem Titel „Eine Geschichte der Ältesten“ bereits abgeschlossen. Auf 225 Seiten erzählen Menschen von der Arbeit, aus der Schulzeit oder auch über den Krieg, wenngleich letzter nicht beherrschendes Thema sein soll.

Erste Auflage war schnell vergriffen

Die erste Auflage des Werks mit etwa 500 Exemplaren sei innerhalb von zwei Wochen ausverkauft gewesen, so Plaisier. Inzwischen gibt es bereits eine dritte Auflage. Für Emden ist Detlef M. Plaisier vor allem an Geschichten aus dem Arbeitsleben interessiert, etwa von Menschen, die einst bei den Nordseewerken, bei Volkswagen, Ültje, Hertie, den Emder Hafenbetrieben, dem Emder Kraftwerk, Thiele und Freese sowie der Emder Heringsfischerei gearbeitet haben.

Auch Geschichten aus den Emder Stadtteilen sollen in Kooperation mit den Geschichtswerkstätten in das Werk mit einfließen. Interessierte sollten zu einem Interview bei sich zu Hause bereit sein. Es sollten möglichst auch Fotos aus dem Leben vorhanden sein, die mit veröffentlicht werden können. Wer Interesse hat, kann sich bei Detlef M. Plaisier direkt melden unter Tel. 04952/9524299 oder per E-Mail an anfrage@detlef-plaisier.de.

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