Leichtathletik

An Talsperre wird gelaufen, in Emden nicht

Maren Stritzke
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Von Maren Stritzke
| 02.11.2021 06:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
2019 verzeichneten die Organisatoren des Emder Silvesterlaufs mit mehr als 1000 Anmeldungen einen Rekord. Nun fällt das Event das zweite Jahr in Folge pandemiebedingt aus. Archivfoto: Steenhoff
2019 verzeichneten die Organisatoren des Emder Silvesterlaufs mit mehr als 1000 Anmeldungen einen Rekord. Nun fällt das Event das zweite Jahr in Folge pandemiebedingt aus. Archivfoto: Steenhoff
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Der Emder Silvesterlauf ist aufgrund von Corona abgesagt worden. Der SV Molbergen möchte seinen Lauf um die Thülsfelder Talsperre hingegen ausrichten.

Emden/Garrel - An der Thülsfelder Talsperre wird gelaufen, in der Emder Innenstadt nicht. Der SV Molbergen möchte – sofern es die Corona-Lage zulässt – den Silvesterlauf stattfinden lassen. Der Emder Silvesterlauf fällt hingegen definitiv aus. Das teilte Michael Janssen, der das Event seit vielen Jahren gemeinsam mit Michael Dannecker ausrichtet, auf Nachfrage mit.

„Uns ist das Risiko persönlich zu groß“, erklärt Janssen. „Wir können nicht vorhersehen, wie sich die Corona-Lage entwickeln und welches Ausmaß die vierte Welle im Winter haben wird.“ Deshalb habe sich das Organisationsteam dazu entschieden, den Silvesterlauf wie im vergangenen Jahr abzusagen. „Wir mussten jetzt eine Entscheidung treffen und momentan ist uns die Verantwortung, solch eine Veranstaltung durchzuführen, einfach zu groß.“ Auch eine Alternativvariante sei nicht infrage gekommen. „Wenn jeder Läufer für sich die Strecke absolviert, dann wäre es aus unserer Sicht kein richtiger Silvesterlauf“, sagt Janssen.

Beliebter Jahresausklang für Freizeitsportler

In den Jahren vor Corona war der Emder Silvesterlauf ein beliebter Jahresausklang für Freizeitsportler. 2019 verzeichneten die Organisatoren mit 1063 angemeldeten Läufern sogar einen Rekord.

Über das Jahr gesehen war damit der Auricher Sparkassenlauf der einzig große Laufwettbewerb in Ostfriesland. Rund 730 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung angemeldet. Der Citylauf in Leer war zuvor hingegen abgesagt worden. Weil die Organisatoren mit mehr als 1000 Teilnehmern und ebenso vielen Zuschauern planten, hätten die Daten aller Beteiligten erfasst werden müssen. Das Organisationsteam um Rüdiger Barten entschied, den Citylauf in Leer abzusagen. Die Organisatoren hätten die strengen Auflagen nicht erfüllen können, hieß es. Am letzten September-Wochenende fand zudem der Vull-wat-manns-Loop in Logabirum statt. Die mehr als 900 Teilnehmer verteilten sich aber auf mehrere Starts und auf zwei Tage.

Beim Lauf an der Talsperre gilt die 3G-Regel

Der SV Molbergen, der den Silvesterlauf rund um die Thülsfelder Talsperre plant, rechnet „nur“ mit ein paar Hundert Läufern. Sie können sich bereits über die Vereinsseite anmelden.

Während die Stadt Emden am Montag einen 7-Tage-Inzidenzwert von 32,1 verzeichnete, lag der Wert im Landkreis Cloppenburg laut Robert-Koch-Institut bei 269,4. „Wir werden die Corona-Zahlen und natürlich die Auslastung der Intensivbetten im Blick behalten“, sagt Gustav Müller, 1. Vorsitzender des SV Molbergen. „Wenn sich die Corona-Lage verschärfen sollte, dann werden wir den Lauf kurzfristig absagen.“

Bei der 43. Auflage des Silvesterlaufs sind ein paar Änderungen geplant. Start und Ziel werden diesmal nicht in Dwertge sein, sondern am Hotel Heidegrund am Drei-Brücken-Weg in Garrel. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe der Talsperre. „Dort ist einfach viel mehr Platz“, sagt Müller. Für die Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Die Teilnehmer können sich im Hotel ihre Startunterlagen abholen. Wer weder genesen noch geimpft ist, kann sich am Vortag testen lassen. „Wir werden eine Teststation einrichten“, erklärt Müller. Zudem werden von allen Beteiligten – also auch von den Zuschauern – die Kontaktdaten erfasst.

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