Silvesterlauf
An der Thülsfelder Talsperre wird gelaufen, in Emden nicht
Der Emder Silvesterlauf fällt pandemiebedingt auch in diesem Jahr aus. Der Silvesterlauf an der Thülsfelder Talsperre soll hingegen stattfinden. Anmeldungen sind schon möglich.
Emden/Garrel - An der Thülsfelder Talsperre wird gelaufen, in der Emder Innenstadt nicht. Der SV Molbergen möchte – sofern es die Corona-Lage zulässt – den Silvesterlauf stattfinden lassen. Der Emder Silvesterlauf fällt hingegen definitiv aus. Das teilte Michael Janssen, der das Event seit vielen Jahren gemeinsam mit Michael Dannecker ausrichtet, auf Nachfrage mit.
„Uns ist das Risiko persönlich zu groß“, erklärt Janssen. „Wir können nicht vorhersehen, wie sich die Corona-Lage entwickeln und welches Ausmaß die vierte Welle im Winter haben wird.“ Deshalb habe sich das Organisationsteam dazu entschieden, den Silvesterlauf wie im vergangenen Jahr abzusagen. „Wir mussten jetzt eine Entscheidung treffen und momentan ist uns die Verantwortung, solch eine Veranstaltung durchzuführen, einfach zu groß.“ Auch eine Alternativvariante sei nicht infrage gekommen. „Wenn jeder Läufer für sich die Strecke absolviert, dann wäre es aus unserer Sicht kein richtiger Silvesterlauf“, sagt Janssen. In den Jahren vor Corona war der Emder Silvesterlauf ein beliebter Jahresausklang für Freizeitsportler. 2019 verzeichneten die Organisatoren mit 1063 angemeldeten Läufern sogar einen Rekord.
Nur in Aurich wurde „richtig“ gelaufen
Über das Jahr gesehen war damit der Auricher Sparkassenlauf der einzig große Laufwettbewerb in Ostfriesland. Rund 730 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung angemeldet. Der Citylauf in Leer war zuvor hingegen abgesagt worden. Weil die Organisatoren mit mehr als 1000 Teilnehmern und ebenso vielen Zuschauern planten, hätten die Daten aller Beteiligten erfasst werden müssen. Das Organisationsteam um Rüdiger Barten entschied, den Citylauf in Leer abzusagen. Die Organisatoren hätten die strengen Auflagen nicht erfüllen können, hieß es. Am letzten September-Wochenende fand zudem der Vull-wat-manns-Loop in Logabirum statt. Die mehr als 900 Teilnehmer verteilten sich aber auf mehrere Starts und auf zwei Tage.
Der SV Molbergen, der den Silvesterlauf rund um die Thülsfelder Talsperre plant, rechnet „nur“ mit ein paar Hundert Läufern. Sie können sich bereits über die Vereinsseite anmelden – bis Freitag standen 17 Frauen und Männer auf der Teilnehmerliste.
7-Tage-Inzidenzwert von 253,7
Während die Stadt Emden am Freitag einen 7-Tage-Inzidenzwert von 22,1 verzeichnete, lag der Wert im Landkreis Cloppenburg laut Robert-Koch-Institut bei 253,7. „Wir werden die Corona-Zahlen und natürlich die Auslastung der Intensivbetten im Blick behalten“, sagt Gustav Müller, 1. Vorsitzender des SV Molbergen. „Wenn sich die Corona-Lage verschärfen sollte, dann werden wir den Lauf kurzfristig absagen“, verdeutlicht er.
Bei der 43. Auflage des Silvesterlaufs sind ein paar Änderungen geplant. Start und Ziel werden diesmal nicht in Dwertge sein, sondern am Hotel Heidegrund am Drei-Brücken-Weg in Garrel. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe der Talsperre. „Dort ist einfach viel mehr Platz“, sagt Müller. Für die Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Die Teilnehmer können sich im Hotel ihre Startunterlagen abholen. Wer weder genesen noch geimpft ist, kann sich am Vortag testen lassen. „Wir werden eine Teststation einrichten“, erklärt Müller. Zudem werden von allen Beteiligten – also auch von den Zuschauern – die Kontaktdaten erfasst.
In diesem Jahr wird es zudem keinen Lauf über zehn englische Meilen (16,7 Kilometer) geben. Die Veranstaltung wird um 9.30 Uhr mit einem Schülerlauf über 1,8 Kilometer beginnen. Um 10 Uhr sind die Läufer über fünf Kilometer an der Reihe. Danach, um 10.15 Uhr, werden die Nordic-Walker auf die Zehn-Kilometer-Strecke geschickt. Den Abschluss bilden um 10.45 Uhr die Läufer über dieselbe Distanz. So sieht der derzeitige Zeitplan aus – wenn es Corona zulässt.