Corona-Ausnahmezustand

Bitte erst im März feiern

Tobias Schmidt
|
Ein Kommentar von Tobias Schmidt
| 27.10.2021 17:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Ein guter Corona-Exit-Plan der Ampel-Verhandler Marco Buschmann (FDP, links), Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Dirk Wiese (SPD). Foto: Nietfeld/DPA
Ein guter Corona-Exit-Plan der Ampel-Verhandler Marco Buschmann (FDP, links), Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Dirk Wiese (SPD). Foto: Nietfeld/DPA
Artikel teilen:

Geräuschlos haben sich die Ampel-Verhandler auf einen Corona-Plan geeinigt, der die richtige Balance zwischen Schutz und Freiheit findet. Endlich! Denn die Impfungen haben die Lage entschärft.

Fast 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind durch vollständige Impfung vor einer schweren Covid-Erkrankung geschützt. Da mögen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnen und mahnen: Eine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit im ganzen Land, die jetzt noch Sonderbefugnisse der Exekutive rechtfertigen könnte, gibt es nicht mehr.

Das Auslaufen der epidemischen Lage ist gleichwohl noch kein „Freedom Day“. Die Bundesländer brauchen weiterhin die Möglichkeit, schnell vor Ort das Virus einzudämmen, falls sich die Intensivstationen mit Corona-Patienten füllen. Nach Stand der Dinge könnte das allenfalls in Regionen mit niedrigen Impfquoten erforderlich werden. Aber auch dort darf es dann bitte keine neuen Schulschließungen geben! Für Kinder ist die Isolation gefährlicher als das Virus. Und Erwachsene können sich längst schützen.

Masken und 3G-Regeln machen auch jenseits der Corona-Hotspots weiterhin Sinn. Das zeigen die vielerorts bei der Kontaktnachverfolgung überlasteten Gesundheitsämter. Beides ist aber auch zumutbar, bis die Infektionssaison im März überstanden ist. Dann sollte die Politik einen echten „Freedom Day“ ausrufen, an dem im ganzen Land gefeiert wird, dass die Corona-Krise überstanden ist.

Ähnliche Artikel