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Jagd aufs iPhone: Google will endlich ein Top-Smartphone zeigen
Flaggschiff statt Mittelmaß: Google will sich mit der Pixel-6-Reihe mit den großen Smartphone-Herstellern messen. Eine Vorschau auf das Pixel Event am Dienstag.
Am Dienstag lüftet Google beim „Pixel Fall Event 2021“ die letzten Details seiner kommenden Smartphone-Reihe. Während sich andere Hersteller um größtmögliche Geheimhaltung bemühen, hat Google für das Pixel 6 und Pixel 6 Pro einen anderen Weg gewählt: Details zu Optik, Farben und den verbauten Kameras hat der Konzern bereits bei einer Präsentation Anfang August verraten.
Damals ging es um den von Google mitentwickelten Prozessor namens Tensor, der in der Pixel-6-Reihe erstmals verbaut wird. Die Leistungsfähigkeit des Chips ist bislang die größte Unbekannte des Pixel-Events. Branchenkenner erwarten dort diese neuen Produkte:
Pixel 6 und Pixel 6 Pro: Angriff auf Apples iPhone
Laut Google Hardware-Chef Rick Osterloh habe das Unternehmen verstanden, dass es in Sachen Verarbeitung bislang nicht das geboten habe, was Nutzer von einem Top-Smartphone erwarten. Das soll sich mit dem Pixel 6 und Pixel 6 Pro ändern.
So bestehen Vorder- und Rückseite der neuen Smartphones aus Glas. In der Vergangenheit hatte Google für die Rückseite Kunststoff verwendet. Diese Materialwahl hatte jedoch auch für Preise im Mittelklassesegment gesorgt - das dürfte sich mit der Pixel-6-Reihe ändern. Genaue Preise sind jedoch nicht bekannt.
Das Pixel 6 hat einen flachen 6,4 Zoll Bildschirm mit 90 Hertz (Hz) Bildwiederholrate. Für Fotos und Videos verbaut Google eine Hauptkamera mit 50 Megapixel und eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 12 Megapixel. Googles Tensor soll mit seinen Berechnungen, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz aus guten Aufnahmen herausragende machen, kündigte Osterloh an.
Nutzer des 6,7 Zoll großen Pixel 6 Pro bekommen als dritte Kamera ein Teleobjektiv mit 48 Megapixel und vierfach optischem Zoom. Außerdem bietet der leicht runde Bildschirm einen bessere Auflösung und mit 120 Hz eine höhere Bildwiederholrate für noch geschmeidigeres Scrollen und bessere Wiederhabe von Videos oder Webseiteninhalten. Der Rahmen besteht aus Aluminium.
Bei beiden Geräten kommt ein im Display verbauter Fingerabdrucksensor zum Einsatz, mit dem Anwender das Gerät entsperren oder Käufe autorisieren. Dafür ist der Akku im Pro-Model größer.
Pixel Pass: Kommt das Google-Abo?
Laut Gerüchten von US-Bloggern wird Google außerdem einen neuen Abo-Dienst vorstellen. Im „Pixel Pass“ soll gegen eine monatliche Gebühr unter anderem YouTube Premium, der Cloud-Speicher Google One und der Play Pass vergünstigt enthalten sein. Außerdem soll es auch eine Option geben, das Pixel 6 und Pixel 6 Pro mit zu buchen. Damit könnten Nutzer die Anschaffungskosten auf die Laufzeit des Abos verteilen.
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Sollte Google „Pixel Pass“ vorstellen, könnte vor allem die Smartphone-Option zunächst nur für US-Kunden gelten. So ist es auch beim „iPhone Upgrade Program“, bei dem Kunden jedes Jahr ein neues iPhone bekommen und das Gerät in monatlichen Raten bezahlen.
Pixel Fold und Pixel Flip: Gibt es tatsächlich Details?
Schon seit geraumer Zeit wird das faltbare Pixel Fold gehandelt. Google hat die Vorstellung laut Szenekennern bereits mehrfach verschoben, doch beim kommenden Pixel Event könnte der Konzern das Gerät zumindest vorstellen, die Veröffentlichung aber auf das kommende Jahr schieben. Das könnte auch für das Klapp-Smartphone Pixel Flip gelten.
Über beide Geräte ist bislang kaum etwas bekannt. Für das Pixel Fold werden 7,6-Zoll-OLED-Bildschirme gehandelt, wie Samsung sie beim Fold 2 und Fold 3 verwendet.