Umwelt

Emder Schulen wollen klimaneutral sein

13.10.2021 07:49 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Max-Windmüller-Gymnasium sowie das Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden wollen klimaneutral werden. Foto: F. Doden/Archiv
Das Max-Windmüller-Gymnasium sowie das Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden wollen klimaneutral werden. Foto: F. Doden/Archiv
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Die zwei Emder Gymnasien wollen klimaneutral werden. Dafür starten sie jetzt in eine Pilotphase. Ziel ist es, im Frühjahr entsprechend zertifiziert zu werden.

Emden - Mit dem Johannes-Althusius-Gymnasium (JAG) und dem Max-Windmüller-Gymnasium (Max) starten gleich zwei Emder Schulen in die Pilotphase der Zertifizierung „Klimaneutrale Schule“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Emden. Läuft alles nach Plan, könnten beide Emder Schulen bereits im kommenden Frühjahr zu den ersten in Niedersachsen gehören, die als klimaneutral zertifiziert werden.

Hintergrund ist, dass Schulen neben Krankenhäusern zu den größten Verursachern von Treibhausgasen unter den kommunalen Liegenschaften zählen. In dem Rahmen wurden von 388 Gymnasien und Gesamtschulen in Niedersachsen die Energieverbräuche und Emissionen ermittelt und mit der wissenschaftlichen Unterstützung des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg ausgewertet. Ergebnis: Rund 150.000 Tonnen Kohlendioxid entstehen insgesamt pro Jahr durch den Strom- und Heizbedarf der Schulen. Zusammen mit der Mobilität der Schüler- und Lehrerschaft sowie dem Schulessen sind es insgesamt 300.000 Tonnen CO2. Dieser Wert soll künftig deutlich niedriger liegen.

Gute Ausgangspositionen

Die Ausgangslage für das Projekt könnte in Emden nicht besser sein, so die Stadt. So belege das Max nach der ersten genormten Datenerhebung durch die Stadt und einer landesweiten Auswertung den zweiten Platz. Das JAG liegt auf einem starken fünften Rang.

In Kooperation mit der Stadtverwaltung wurden von den Schülern und Lehrern an den beiden Emder Schulen zunächst die „großen“ CO2-Quellen, Strom, Heizung, Transport und Schulessen, erfasst. Im weiteren Verlauf der Initiative sollen nun Maßnahmen zur Minimierung der Emissionen erarbeitet und umgesetzt werden.

Trotz aller Bemühungen: Eine vollkommen emissionsfreie Schule ist nicht realistisch. Um dennoch klimaneutral zu werden, werden nicht vermeidbare CO2-Emissionen kompensiert. Dafür existieren eine Reihe von seriösen Anbietern, wie etwa der Träger der Initiative „Klimaneutrale Schule“ selbst, der Verein „Wasser für Kenia“ und andere. Neben den beiden Emder Schulen starten weitere 15 Schulen in die Pilotphase und bemühen sich, die Anforderungen für die Zertifizierung zu erfüllen.

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