„Perspektive Innenstadt“
Neue Stelle: Emden sucht Personal zum Geld ausgeben
Jetzt aber schnell: Die Stadt Emden bekommt eine Million Euro, um die Innenstadt aus der Corona-Krise zu führen. Das Geld muss zügig abgerufen werfen, sonst verfällt es. Eine neue Stelle soll helfen.
Emden - Der Zeitplan ist „sportlich“, sagt Emdens Innenstadt-Koordinatorin Martje Merten. Die Stadt hat den Zuschlag für ein Förderprogramm des Landes bekommen. Mit gut einer Million Euro will Hannover Anschubhilfe für die von der Corona gebeutelte Wirtschaft geben. Die Vorgaben sind allerdings streng: Werden die Mittel nicht bis Ende Juni 2022 abgerufen, erlischt die Zusage und fließt das Geld in andere Kommunen.
Um keine Zeit zu verlieren, soll deswegen in aller Eile eine neue Stelle geschaffen werden. Die Stadt schaltet an diesem Wochenende eine Anzeige. Gesucht ist eine Managerin oder ein Manager, der beziehungsweise die Projektanträge voranbringt und das Fördergeld in Emden verteilt.
Die Politik befürwortet die Stelle trotzdem nur mit Murren. Die GfE-Fraktion kritisiert, dass die Arbeit nicht durch vorhandenes Personal geleistet werden kann. Sie weist darauf hin, dass durch die Auflösung der stadtnahen Marketing- und Tourismusgesellschaft eigentlich Ressourcen frei werden sollten. Die CDU warnt vor einem Strohfeuer-Effekt, weil die Förderung 2023 ausläuft. Sie fürchtet einerseits, dass sich niemand für eine so kurze Zeit anstellen lassen möchte oder andererseits, dass die Stadt die Stelle im Anschluss verstetigen muss, damit nicht alles wieder in sich zusammenfalle, heißt es.