Schankwirtschaft

Kukelorum hat einen neuen Pächter

Nicole Böning
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Von Nicole Böning
| 07.10.2021 15:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Noch in diesem Jahr könnte der Schankbetrieb im Traditions-Lokal wieder losgehen. Foto: Ortgies
Noch in diesem Jahr könnte der Schankbetrieb im Traditions-Lokal wieder losgehen. Foto: Ortgies
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Das Traditionslokal könnte noch in diesem Jahr wieder eröffnen. Allerdings muss erst einmal die Küche ausgestattet werden. Dort ist noch viel zu tun.

Rahe - Das Schreiben im Schaukasten des Kukelorums ist datiert auf den 24. September: „Wiedereröffnung in Kürze“, lauten die hoffnungsvoll stimmenden Worte der Mitteilung. Die Zeichen stehen also auf Neustart bei der beliebten Schankwirtschaft an der Rahester Schleuse. Bereits seit dem Jahr 2019 ist die Gaststätte geschlossen. Nachdem die Verhandlungen mit einem Pächter im April gescheitert waren, scheint es jetzt eine Einigung mit einem neuen gegeben zu haben.

Was und warum

Darum geht es: Das Kukelorum in Rahe hat einen neuen Pächter.

Vor allem interessant für: Ausflügler und Freunde des Traditionshauses.

Darum berichten wir: Im Schaukasten hängt seit kurzem ein Aushang, dass es bald weitergehen wird.

Die Autorin erreichen Sie unter: n.boening@zgo.de

Wer das Ausflugslokal zukünftig betreiben wird, möchte die Inhaberin Bärbel Birnbaum-Wermerßen nach den Erfahrungen im Frühjahr noch nicht verraten. Aber lange würde es bis zur Bekanntgabe nicht mehr dauern. Denn wenn alles gut gehe, könne das Haus noch in diesem Jahr eröffnet werden. Es sei allerdings noch viel zu tun.

Farbe und Stromanschluss sind neu

Frische Farbe hätten die Räume des Kukelorums bereits erhalten, ein neuer Stromanschluss sei ebenfalls bereits verlegt: „Jetzt muss noch die Küche wieder ausgestattet werden. Dort fehlt noch so einiges“, so Birnbaum-Wermerßen. Wann die Arbeiten abgeschlossen seien, könne sie noch nicht sagen. Lieferengpässe und volle Terminkalender bei den Handwerkern machten die Planung schwierig.

Die hoffnungsvoll stimmende Ankündigung im Schaukasten des Kukelorums an der Schleuse in Rahe. Foto: Ortgies
Die hoffnungsvoll stimmende Ankündigung im Schaukasten des Kukelorums an der Schleuse in Rahe. Foto: Ortgies

Die Kosten für die neue Einrichtung der Küche würde sie sich mit dem neuen Pächter teilen. Momentan würden die Angebote für die Geräte und die Ausstattung eingeholt. An dieser Stelle und aufgrund einer geplanten Neuausrichtung des Kukelorums als Eventgastronomie waren die Verhandlungen mit dem vorigen Pächter zu einem vorzeitigen Ende gekommen. Die Inhaberin möchte die Gaststätte als Schankwirtschaft erhalten.

Beliebtes Ausflugslokal mit Kultstatus

Die Gaststätte Kukelorum ist für viele Auricher weit mehr als ein Ausflugslokal, sie genießt so etwas wie Kultstatus. Viele Jahrzehnte lang war das Traditions-Lokal Anlaufpunkt für Freunde guter Hausmannskost. Grünkohl, Snirtjebra oder ein klassischer Rinderbraten brachten Elli und Lüppo Wermerßen auf den Tisch.

Als die ehemaligen Eigentümer sich zur Ruhe setzen wollten, fanden sie in Michael und Antje Wackenheim 2016 Nachfolger. Die Ära des Paares war nur von kurzer Dauer. 2019 stiegen sie vorzeitig aus dem Vertrag aus.

Das Kukelorum wurde vor 135 Jahren als Schleusenwärterhäuschen in Aurich-Rahe genutzt. Die Gaststätte wurde vor allem durch den ostfriesischen Liedermacher Hannes Flesner (1928-1984) bekannt. Für das ostfriesische Original war das Kukelorum so etwas wie sein zweites Zuhause.

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