Handball
Der OHV feiert zwei Torwart-Tore aus 40 Metern
Zwei Treffer zum 26:25 und 27:25 von Torwart Edgars Kuksa brachten den OHV Aurich am Sonntag auf Kurs. Am Ende gewann Aurich gegen Schlusslicht Bissendorf mit 35:31.
Aurich - Lange um den Sieg ihres OHV Aurich bangen mussten die 660 Fans am Sonntag beim Heimspiel der Auricher gegen den bisher noch sieglosen TV Bissendorf-Holte in der Sparkassen-Arena. Erst in den letzten zehn Minuten sicherte sich die Mannschaft von Trainer Arek Blacha den 35:31-Sieg (Halbzeit 16:17) gegen die Gäste aus der Nähe von Osnabrück. Dabei feierten die Fans vor allem Torwart Edgars Kuksa, der die vorentscheidenden Treffer zum 26:25 und 27:25 erzielte. Damit führen die Auricher weiterhin verlustpunktfrei mit 10:0 Zählern die Tabelle der dritten Handball-Liga, Staffel B, an.
Am Sonntag bestimmten allerdings zunächst die Gäste das Geschehen, sie hielten bis zur 50. Spielminute nicht nur mit, sondern lagen zeitweise sogar mit vier Treffern vorne. Erst mit einer Energieleistung schaffte der OHV, angefeuert von seinen treuen Fans, die Wende und den fünften Sieg dieser Saison. „Ich bin froh, dass wir überhaupt gewonnen haben, es war heute schwer, weil auch viele Spieler während der Woche krank waren“, so Aurichs Trainer Arek Blacha. Und Mannschaftskapitän Schweigart resümierte: „Das war der erwartet schwere Kampf, die Gäste waren sehr aggressiv und wir haben vorne zu viele Bälle liegengelassen. Wir waren nicht so souverän wie sonst.“
Viel Latten- und Pfostenpech
Ohne den erkrankten Rückraumakteur Kevin Wendlandt und ohne die in der zweiten Mannschaft mitwirkenden Meeno Reshöft und Fynn Menne musste der OHV gegen den Tabellenletzten TV Bissendorf-Holte auskommen. Auch Jannes Hertlein blieb zunächst auf der Bank, um seinen lädierten Fuß zu schonen.
Aurichs Schlussmann Edgars Kuksa hielt gleich nach wenigen Sekunden den ersten Ball des Gegners, doch danach war er häufig machtlos gegen die platzierten Würfe aus dem Rückraum der Gäste und dem schnellen Bissendorfer Linksaußen Levon Zare Isfahani. Die Angreifer des OHV ließen schon in der ersten Viertelstunde viele Chancen liegen, bis dahin hatten sie schon fünfmal Pfosten und Latte getroffen und waren dreimal an Gästetorhüter Hendrik Peters gescheitert.
Blacha bringt zusätzlichen Feldspieler
Schon nach sieben Minuten nahm Aurichs Trainer eine Auszeit, doch weiter nach vorne ging es nur bei Bissendorf-Holte. Gut, dass wenigstens Schlussmann Edgars Kuksa in einer Superform war und bis zur Pause schon elfmal gehalten hatte. Im Angriff wollte Petar Puljic nichts gelingen, für ihn brachte Aurichs Trainer Arek Blach Sören Fuhrmann ins Spiel. Fuhrmann verkürzte dann auch zum 16:17-Pausenstand. Und dann sorgte Fuhrmann auch noch nach dem Wiederbeginn für den 17:17-Ausgleich. Doch die Gäste ließen nicht locker. Ihr Torwart parierte gleiche zweimal gegen Wilke de Buhr und auch gegen Sören Fuhrmann sowie Jonas Wark. Bissendorf zog auf 23:19 davon, doch die Auricher Fans feuerten ihren OHV unverdrossen an. Durch Treffer von Jonas Schweigart, Jannes Hertlein und Petar Puljic gelang beim 24:24 erstmals wieder der Gleichstand.
Als dann Aurichs Torwart Edgars Kuksa zweimal nacheinander zum 26:25 und 27:25 aus seinem Torraum mit 40-Meter-Würfen ins leere Bissendorfer Tor traf, sprangen die Zuschauer von den Sitzen.
Die Gäste konnten zwar noch einmal ausgleichen, doch in den letzten Minuten hatte der OHV die stärkeren Reserven. Puljic konnte endlich seine Wurfkraft unter Beweis stellen, und gegen die offensive Deckung wusste Trainer Blacha auch ein Mittel: Er setzte Jonas Wark als zusätzlichen Feldspieler ein. Mit der Schlusssirene traf Mannschaftskapitän Jonas Schweigart zum 35:31-Endstand.
Spieldaten
Aurich: Lüpke (n.e.), Kuksa (2), Jungvogel (n.e.); de Buhr (3), Günsel, Fuhrmann (4), Vorontsov (6), M. Pliuto (2), N. Pliuto (2), Wark (3), Schweigart (7, davon 3 Siebenmeter), Hertlein (1), Puljic (5). Spielfilm: 2:5 (6.), 4:9 (12.), 10:13 (24.), 14:15 (26.),16:17 (30.), 17:17 (44.), 19:23 (43.), 25:25 (48.), 30:27 (53.), 35:31.
Zeitstrafen: Aurich (1); Bissendorf-Holte (2).
Siebenmeter: Aurich 4 / 3 verwandelt; Spenge 2 / 2 verwandelt.
Schiedsrichter: Levermann und Rietenberg (Neustadt/ Lage).
Zuschauer: 660.