Fußball

Esenser Bann ist nach der 53. Minute gebrochen

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 03.10.2021 20:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Joost Freitag bekam im Weene-Tor vor allem in der zweiten Halbzeit viel zu tun.
Joost Freitag bekam im Weene-Tor vor allem in der zweiten Halbzeit viel zu tun.
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Der TuS Esens hat in der Fußball-Bezirksliga einen 4:0-Erfolg gegen eine stark geschwächte Weene-Mannschaft gefeiert. Selbst der Physiotherapeut musste mitspielen. Die Tore fielen spät.

Esens - Es kommt nicht häufig vor, dass der Trainer einer unterlegenen Mannschaft seine Spieler für deren Leistung lobt. Bei der 0:4-Niederlage des TuS Weene beim Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga, Staffel A, dem TuS Esens, war dies jedoch der Fall. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, dass sie eine Halbzeit lang ein 0:0 beim TuS Esens gehalten hat“, sagte Weenes Trainer Marco Frerichs kurz nach Spielschluss. „Bei uns hat der halbe Kader gefehlt. Sogar der Physiotherapeut musste spielen.“ Da war für Frerichs letztlich die deutliche Niederlage zu verkraften.

Der Jubel nach dem 2:0: Niklas Sukowski (Mitte) hatte per Volleyschuss getroffen. Fotos: Steenhoff
Der Jubel nach dem 2:0: Niklas Sukowski (Mitte) hatte per Volleyschuss getroffen. Fotos: Steenhoff

Seine Mannschaft bot im ersten Durchgang eine hervorragende taktische Leistung. Weene verschob die Abwehr- und Mittelreihen immer sehr geschickt und ließ so kaum eine gefährliche Angriffsaktion der Backhaus-Elf zu. Dass die Gastgeber dabei weitaus mehr Ball- und Spielanteile hatten, war für den Weene-Trainer zu verkraften. Es gelang dem Tabellenzweiten aber nicht, mit einem Pass in die Schnittstelle der Gästeabwehr für eine gute Angriffsaktion zu sorgen. So war es fast logisch, dass sich auf beiden Seiten nur wenige gefährliche Torchancen ergaben.

Dies sollte sich nach der Halbzeit ändern. Als in der 53. Minute Malte Ahrends aus über 20 Metern abzog und Niklas Pinkernell am Fünf-Meter-Raum seinen Fuß in die Schussbahn hielt, landete der Ball unhaltbar für Weenes Torwart Joost Freitag zum 1:0 im Netz. Damit war der Bann gebrochen. In der Folgezeit „brannte“ es des Öfteren im Strafraum der Gäste lichterloh. Als Niklas Sukowski nur sieben Minuten später eine Flanke von Marius Pinkernell volley aus halbrechter Position zum 2:0 verwandelte, war das Spiel entschieden. Esens ließ nicht locker und kam schließlich durch einen Distanzschuss von Manuel Meints zum 3:0. Kurz vor Spielende verwandelte Malte Ahrends schon fast traditionell „seinen“ Strafstoß zum 4:0-Endstand. Letztlich konnten die Gäste froh sein, dass Esens weitere gute Einschussgelegenheiten nicht nutzte. „Wir mussten heute etwas Geduld haben“, lautete das Fazit von Esens-Trainer Ralf Backhaus. „In der ersten Halbzeit haben wir aber zu langsam gespielt und oft in den Angriffsaktionen die falschen Entscheidungen getroffen.“ Dass der Sieg von Esens völlig verdient war, musste auch Marco Frerichs zugeben. „Wir standen in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr so eng beim Mann.“

Spieldaten

TuS Esens: Tolksdorf; F. Til, Rosenboom, Keiser (79. Feddermann), M. Pinkernell (79. Siemens), Ahrends, J. Backhaus (46. Glanzer), N. Pinkernell (82. Martens), Sukowski, T. Lettau, Meints.

TuS Weene: Freitag; Müller (77. Aden), Lübcke, Bokker, Berghaus (65. Krüger), Dorow, Woltjer, Romaneessen, Rohlfs (90. Schmidt), Folkers, Ihnen (70. Hippen).

Tore: 1:0 N. Pinkernell (53.), 2:0 Sukowski (60.), 3:0 Meints (73.), 4:0 Ahrends (Foulelfmeter, 90.).

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