Meinung
Entschuldigen reicht nicht
Für Kinder und Jugendliche haben Bund und Land tief in die Tasche gegriffen. 222 Millionen Euro sollen fließen. Das klingt doch richtig gut. Endlich wird was für die Kleinen getan! Könnte man denken.
Man könnte das Corona-Aufholpaket als Entschuldigung sehen – dafür, dass die Pandemie bisher auf dem Rücken der Kinder, Jugendlichen und Familien ausgetragen worden ist.
Die Sache mit Entschuldigungen ist aber die: Wenn sie zwar ausgesprochen werden, sich danach aber nichts ändert, dann sind sie nichts wert. Oder vielleicht ein konkreteres Bild: Wer im Sandkasten immer wieder mit der Schaufel haut, obwohl er sich danach entschuldigt, mit dem will irgendwann niemand mehr spielen.
Es wurde nun ein Haufen Geld hingeworfen, aus dem sich Zuständige für Kinder und Jugendliche bedienen sollen. Aber ist es eine Wiedergutmachung ohne weiteren Effekt? Oder findet in der niedersächsischen Landesregierung nun auch ein Umdenken statt? Die immer noch fehlenden Luftfilteranlagen an Schulen sprechen eine andere Sprache. Spätestens bei der nächsten Landtagswahl sollten Familien und junge Erwachsene sich deshalb gut überlegen, ob sie mit dem unbelehrbaren Kind aus dem Sandkasten weiterspielen wollen.
Die Autorin erreichen Sie unter u.nobel@zgo.de
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