Stadtentwicklung
Freibad Borssum: Neue Hiobsbotschaft
Die für 2022 geplante Wiedereröffnung des seit Jahren gesperrten Freibads Borssum platzt. Am Donnerstagabend überraschte Emdens Oberbürgermeister den Rat mit der Hiobsbotschaft und nannte neue Daten.
Emden - Die Borssumer werden erneut vertröstet: Die für das Frühjahr 2022 angepeilte Wiedereröffnung des maroden und seit Jahren wegen Sicherheitsmängeln gesperrten Bades rückt in weite Ferne. Als frühestmöglichen neuen Termin stellte Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) am Donnerstagabend Mai 2023 in Aussicht. „Wir werden in diesem Jahr nicht mit der Sanierung beginnen können“, sagte er.
Kruithoff überbrachte die für viele überraschende Hiobsbotschaft zum Abschluss einer Ratssitzung. Zuvor hatte er die Mitglieder eines Runden Tisch informiert, an dem Vertreter aus dem betroffenen Stadtteil und von Sportvereinen zusammenkommen. Als Grund für den wiederholten Rückschlag nannte Kruithoff die „fehlende Freigabe für den ersten Förderbescheid“. Will heißen: Weil der Bund das Geld nicht freigibt, kann die Stadt keine Firmen verbindlich mit den Arbeiten beauftragen. Laut Kruithoff hatte eine „baufachliche Prüfung länger gedauert“, wodurch die nachfolgenden Schritte ins Stocken geraten.
Für November ist ein neues Treffen mit dem Rat und Vertretern des Runden Tisches geplant. Bis dahin soll feststehen, wie teuer die Sanierung tatsächlich wird. Dann, so Kruithoff, müsse man sich „tief in die Augen schauen“ und eine Entscheidung treffen. Offen ist, ob die für die Erneuerung des Bades veranschlagte und vom Rat gedeckelte Gesamtsumme von 3,3 Millionen Euro ausreicht. Der Bund hatte zwei Förderzusagen in Höhe von zusammen knapp 1,5 Millionen Euro gegeben. Den Rest muss die Stadt aufbringen.