Einzelhandel

Verkaufsoffener Sonntag in Aurich ohne Caro

Marion Luppen
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Von Marion Luppen
| 27.09.2021 17:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Beim verkaufsoffenen Sonntag zum Kinder- und Familientag am 5. September war die Auricher Innenstadt gut besucht. Foto: Archiv/Ortgies
Beim verkaufsoffenen Sonntag zum Kinder- und Familientag am 5. September war die Auricher Innenstadt gut besucht. Foto: Archiv/Ortgies
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Erst ohne Fachmarktzentren, nun ohne Caro: Die Stadt Aurich schränkt den verkaufsoffenen Sonntag zum Heidemarkt am 10. Oktober immer weiter ein. Grund war Post aus Leipzig.

Aurich - Böse Überraschung für den Kaufmännischen Verein Aurich (KV): Wie der Vorsitzende Udo Hippen am Montag erfahren hat, darf das Einkaufszentrum Caro (früher: Carolinenhof) am verkaufsoffenen Sonntag zum Heidemarkt am 10. Oktober nun doch nicht teilnehmen. Die Gewerkschaft Verdi habe rechtliche Zweifel bei der Stadtverwaltung angemeldet, da der räumliche Zusammenhang zwischen dem Heidemarkt und dem Caro fehle. Beim Heidemarkt verkaufen Händler auf dem Marktplatz herbstliche Pflanzen und Dekoartikel.

Die Stadt hatte den verkaufsoffenen Sonntag Anfang vergangener Woche genehmigt, allerdings ohne Einbeziehung der Fachmarktzentren am Stadtrand. Auch für diese fehlte Verdi der räumliche Bezug zum Heidemarkt. Nun also die noch weitere Einschränkung. Wie Hippen weiter mitteilte, hat die Stadt Post von einem Anwalt aus Leipzig bekommen, der die Interessen der Gewerkschaft vertritt und indirekt mit einer Klage gedroht habe. Somit habe die Gefahr bestanden, dass der verkaufsoffene Sonntag insgesamt abgeblasen werden muss. Das wolle die Stadt nicht riskieren. „Der Imageschaden für Aurich als Einkaufsstadt wäre immens“, meint Hippen. Auch die Pflanzenhändler bräuchten Planungssicherheit, sie hätten die Ware schon bestellt.

Planung wird immer schwieriger

Dem KV-Vorsitzenden fehlt jegliches Verständnis für die Haltung der Gewerkschaft: Innenstadt und Caro seien schon immer eine Einheit gewesen. Zum Kinder- und Familientag am Sonntag, 5. September, hätten die Geschäfte dort auch öffnen dürfen, das habe Verdi nicht gestört.

Man stelle sich vor, meint Hippen, dass am 10. Oktober Kunden von außerhalb kommen und ihr Auto in der Tiefgarage des Caro parken. „Und dann kommen sie hoch und sehen, dass die Geschäfte dort zu sind.“ Das sei „absurd“. Der KV werde sich wegen der Kürze der Zeit nun mit der Entscheidung abfinden, wolle aber das Gespräch mit der Gewerkschaft suchen. Es werde immer schwieriger, Aktionen zu planen. Verdi war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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