Köln

„Lernen und heilen“: Luke Mockridge sagt Sat.1-Shows für 2022 ab

Ankea Janßen
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Von Ankea Janßen
| 25.09.2021 11:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Comedian Luke Mockridge wird 2022 keine Sat.1-Shows moderieren. Foto: imago images/Future Image
Comedian Luke Mockridge wird 2022 keine Sat.1-Shows moderieren. Foto: imago images/Future Image
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Eigentlich wollte Luke Mockridge im kommenden Jahr auf die TV-Bühne zurückkehren. Doch nach neuen Details zu den seit Wochen anhaltenden Vergewaltigungsvorwürfen verlängert der Comedian seine Auszeit auf „unbestimmte Zeit“.

In einem kurzen Statement auf seinem Instagram-Account teilt Luke Mockridge mit, die bereits angekündigten Sat.1-Shows für 2022 nicht zu moderieren. „Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu meiner Person werde ich meine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern“, schreibt der Comedian. Weiter heißt es: „Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen.“

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Ermittlungen wegen sexueller Nötigung eingestellt

Die Stellungnahme folgt auf einen am 24. September veröffentlichten Artikel des „Spiegels“. Das Nachrichtenmagazin sprach mit Mockridges Ex-Freundin, die dem Entertainer vorwirft, sie vergewaltigt zu haben und ihn anzeigte. Die Ermittlungen wegen Verdachts der sexuellen Nötigung wurden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. 

Frauen beschreiben Mockridge als „aggressiv“

Der „Spiegel“ sprach mit zehn weiteren Frauen, die Mockridge als „aggressiv“ und „rücksichtslos“ beschrieben haben sollen. Er sei ein Mann, der kein „Nein“ akzeptiere. Auch eine weitere Ex-Freundin kommt zu Wort und berichtet dem Magazin von einer „toxischen Beziehung“. 

Bereits am 21. August hatte sich Mockridge zu den seit Wochen anhaltenden Vorwürfen gegen seine Person geäußert und alle weiteren Auftritte für 2021 abgesagt. In einem Video-Statement sagte er, man versuche „einen Menschen aus mir zu machen, der ich nicht bin“. Er führte fort: „Mir werden Sachen vorgeworfen, die ich einfach nicht gemacht habe.“ Als Comedian stehe er für eine „fröhliche, eine gute Zeit“. 

Comedian nimmt sich „professionelle Hilfe“

In dem achtminütigen Video nimmt er auch Bezug auf den Hashtag #KonsequenzenFuerLuke, der bereits Mitte April auf Twitter trendete und dafür sorgte, dass die Vorwürfe gegen ihn deutschlandweit diskutiert wurden. „Es kann keine Konsequenzen für etwas geben, was nicht passiert ist. Für etwas, was ich nicht gemacht habe.“

Er wolle aber verstehen, warum er dort gelandet sei, wo er jetzt ist und das brauche Zeit. „Dieser Prozess braucht auch professionelle Hilfe und die habe ich auch schon seit ein paar Monaten.“

In seinem aktuellen Statement bedankt sich Mockridge bei seinen Followern. „Danke, dass ihr in dieser schwierigen Zeit zu mir steht.“ Und weiter: „Wir sehen uns wieder. Euer Luke“. 

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