Natur

Islands for Future: klimafreundliche Wärme auf Borkum

23.09.2021 18:30 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Borkum setzt auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung der Insel. Foto: Sina Schuldt/dpa
Borkum setzt auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung der Insel. Foto: Sina Schuldt/dpa
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Die Ostfriesische Inseln starten eine Kampagne zum Schutz der Inselfamilie vor der Klimaerwärmung. Deshlab finden noch bis Ende 2021 verschiedene Aktionen statt.

Ostfriesische Inseln - Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits zu spüren und die Risikoanalyse zur Klimawirkung des Bundesumweltministeriums zeigt: Es wird nicht besser. Auch die Ostfriesischen Inseln sind durch den steigenden Meeresspiegel und die Erwärmung der Nordsee in Gefahr. Abwarten und Tee trinken, ist keine Option. Deshalb startet die Ostfriesische Inseln GmbH die Kampagne Islands for Future, heißt es in einer Mitteilung.

„Hier an der Nordsee führt der Klimawandel schon jetzt zu massiven Veränderungen des Naturraumes Wattenmeer und seiner Artenvielfalt. Aktuelle Studien zeigen, dass sich der Zustand der Nordsee in den letzten Jahren verschlechtert hat“, sagt Göran Sell, Geschäftsführer der Ostfriesische Inseln GmbH sowie der Nordseeheilbad Borkum GmbH. „Das Ziel dieser ersten Aktion ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass wir alle dabei helfen können, die Klimaveränderungen aufzuhalten“, sagt Sell.

Aktionen bis Ende 2021

Den Inseln geht es aber nicht ausschließlich um den eigenen Lebensraum: „Wir sprechen hier auch über die Existenz eines der beliebtesten deutschen Urlaubsziele“, sagt Göran Sell. „Die Inseln sind für uns die erste und für viele Gäste die zweite Heimat, die es nachhaltig zu sichern gilt. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass diese einzigartige Inselfamilie zukunftssicher ist.“ Zentraler Inhalt von Islands for Future ist die Kampagnenwebsite, auf der Umwelt- und Klimaschutzprojekte der Inseln vorgestellt werden. Userinnen und User finden dort auch ein Video, das einen Einblick in die Lebensrealität dreier Jugendlicher gibt, die auf den Inseln leben: „Ich habe wirklich Angst, dass wir in der Zukunft keine Chance mehr haben, hier zu leben“, sagt Nelli, 16 Jahre aus Juist. Deshalb wünscht sie sich viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für die Umwelt und das Klima engagieren. Geplant sind viele weitere Aktionen bis zum Ende des Jahres. So wird die Kampagne digital auch von der Influencerin Charlie Carlsson unterstützt.

Engagement in punkto Nachhaltigkeit ist auf den Inseln schon seit Langem ein zentrales Thema. So betreibt die Reederei AG Ems Deutschlands erste mit Flüssiggas angetriebene Fähre. Auf Juist übernehmen Pferdefuhrwerke den Personen- und Gütertransport. Die Norderneyer beziehen grünen Strom aus inseleigener Produktion, und zwar ohne Mehrkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die Insel Baltrum hat das komplette Merchandising-Angebot auf nachhaltige Produkte umgestellt. Borkum setzt auf klimaneutrale Wärmeversorgung. Spiekeroog hat sich verpflichtet, die Nachtlandschaft durch eine deutliche Beschränkung der künstlichen Beleuchtung zu erhalten und ist als erste deutsche Sterneninsel ausgezeichnet worden. Langeoog wiederum ist die erste Fairtrade-Insel und die autofreie Insel Wangerooge lädt jährlich zur Inselreinigung.

Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsaktivitäten finden sich unter www.nachhaltige-Inseln.de.

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