Berlin
Aldis neuer Online-Shop: Ein Beleg für digitalen Rückstand
Aldi Nord und Aldi Süd haben sich für ihren Internet-Shop zusammengetan und planen die große Online-Offensive. Jetzt. Im September 2021. Der Konzern hat viel aufzuholen. Ein Kommentar.
Endlich gibt es ihn, den gemeinsamen Onlineshop von Aldi Nord und Aldi Süd. Zunächst für sogenannte „Non-Food“-Artikel, bald auch für Lebensmittel. Das wirkt zwar auf den ersten Schritt fortschrittlich, doch dass es erst im Herbst 2021 passiert, zeigt tatsächlich genau das Gegenteil - und zwar, wie rückständig das Unternehmen in Sachen Onlinehandel tatsächlich ist.
Lidl, Penny und Co. sind deutlich weiter
Andere Einzelhandelsketten, darunter der große Discount-Konkurrent Lidl, setzen seit Jahren zunehmend auf das Internetgeschäft, teilweise mit Lebensmittel-Lieferservice bis an die Haustür. Das testet nun auch der Discounter Penny in ausgewählten Städten.
Aldis Aufholjagd wird teuer
Immerhin will - und muss - Aldi mit aller Macht und sicherlich sehr viel Geld nachholen, was das Unternehmen bisher versäumt hat. Es ist nur konsequent, dass Aldi den neuen Shop bald auch um Lebensmittel erweitern will. Das ist im Sinne der Kunden und der Zukunft des Discounters.
Der Aldi-Äquator war online eine Qual
Innerhalb des Konzerns mag es wichtig sein, die Unternehmensgruppen voneinander zu trennen und die unterschiedlichen Konzepte von Aldi Nord und Aldi Süd im Vergleich zu sehen. Für Onlinekunden spielt das keine Rolle. Die waren höchstens genervt davon, dass sie bestimmte Waren nicht auf der Webseite bestellen konnten, nur weil sie auf der falschen Seite des Aldi-Äquators wohnen.
Gut, dass diese Zeiten zumindest im Internet vorbei sind. Und wer weiß, vielleicht ebnet der gemeinsame Onlineauftritt ja den Weg für eine Fusion von Aldi Nord und Aldi Süd.
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