Wahlen
So setzt sich der neue Emder Stadtrat zusammen
Wer ist neu, wer ist schon länger dabei? Wie viele Frauen und Männer haben einen Sitz errungen? Alles Wissenswerte über den neuen Emder Stadtrat im Überblick.
Emden - Viele neue Gesichter, deutlich mehr Männer als Frauen und ein geringerer Altersdurchschnitt: So sieht der neue Rat der Stadt Emden nach der Kommunalwahl am Sonntag aus. Er wird am 4. November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentreten. Aber wer ist neu? Wer hat den Wiedereinzug geschafft? Wie viele Frauen und Männer sind drin? Wir haben Wissenswertes zur Zusammensetzung der künftigen Stadtvertretung. zusammengestellt.
Was und warum
Darum geht es: Der Emder Rat verändert in der neuen Wahlperiode sein Gesicht.
Vor allem interessant für: Emderinnen und Emder, die am Sonntag zur Wahl gegangen sind, sowie politisch Interessierte.
Deshalb berichten wir: Nach der Kommunalwahl am Sonntag steht die Zusammensetzung des neuen Emder Rates fest. Wir haben sie uns näher angeguckt und analysiert. Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de
So viele Mitglieder hat der Rat
Der neue Rat hat zwei Sitze weniger als die bisherige, weil die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner zum Stichtag unter die Marke von 50.000 gesunken war. Künftig sind insgesamt 41 stimmberechtigt.
Die mit Abstand stärkste Fraktion stellt die SPD mit 14 Mandaten, gefolgt von der CDU, die sieben Mandate errang. Die drittstärkste Kraft stellen die Grünen mit sechs Sitzen. Auf die FDP entfielen fünf Mandate, auf die Wählergemeinschaft GfE vier und auf Die Linke zwei. Erstmals ziehen die Partei „Die Partei“ mit einem Vertreter sowie Johannes „Urmel“ Meyering als Einzelbewerber in den Rat ein. Stimmberechtigt ist auch Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) als von den Bürgern gewählter Rathaus-Chef. Weil keine Fraktion die absolute Mehrheit hat, muss man sich auch künftig bei Entscheidungen Mehrheiten suchen.
Mehr Männer als Frauen
Die Männer dominieren den künftigen Stadtrat. Mit 31 stellen sie mehr als drei Viertel der Mitglieder.
Das sind die Neulinge
14 Männer und 4 Frauen sind neu im kommenden Rat. Das sind Amke Wilts-Heuse, Sabine Noetzel, Swantje Rosema, Gertrud Rehling, Andreas ten Hove, Holger Stomberg (alle SPD), Wilke Held, Ole Falbe (beide CDU), Sebastian Borchers, Abdou Ouedraogo, Christian Nützel (alle Grüne), Alexander von Gliszczynski, Henning Meyer (alle FDP), Michael Martens (GfE), Lars Mennenga, Stefan Luitjen (beide Die Linke), Hagen Greving (Die Partei) und Johannes „Urmel“ Meyering (Einzelbewerber).
Das sind die „alten Hasen“
Erfahrungen als Ratsmitglieder in der laufenden Wahlperiode oder auch in vorangegangenen Wahlperioden haben bereits fünf Frauen und 17 Männer gesammelt. Das sind Harald Hemken, Walter Davids, Horst Götze, Matthias Arends, Gregor Strelow, Detlef Kruse, Maria Winter, Doris Kruse (alle SPD), Albert Ohling, Bernd Gröttrup, Reinhard Hegewald, Gerold Verlee, Andrea Risius (alle CDU), Bernd Renken, André Göring, Andrea Marsal (alle Grüne), Friedrich Busch, Erich Bolinius, Hillgriet Eilers (alle FDP) Bernd Janssen, Jochen Eichhorn und Knut Hencke (alle GfE).
Die Jüngsten und die Ältesten
Der Altersdurchschnitt der Mitglieder des neuen Rates liegt bei 52 Jahren. Der jüngste Mandatsträger ist Ole Falbe von der CDU (Jahrgang 2000), ältestes Mitglied ist Erich Bolinius von der FDP (Jahrgang 1942).
Die besten und die schlechtesten Ergebnisse
Insgesamt 23 Mitglieder des neuen Rates wurden direkt gewählt, die restlichen 17 zogen jeweils über die Liste ihrer jeweiligen Partei in die Stadtvertretung ein. Die meisten persönlichen Stimmen vereinigte Erich Bolinius von der FDP auf sich (1279 Stimmen), gefolgt von den SPD-Politkern Matthias Arends (1265), Harald Hemken (1209), Maria Winter und Andreas ten Hove (1071). Nur diese fünf Mandatsträger kamen jeweils auf mehr als 1000 Stimmen.
Die geringsten Wählerstimmen aller 40 gewählten Ratsmitglieder bekamen Stefan Luitjen von den Linken (104), Ole Falbe von der CDU (116) und Knut Hencke von der GfE (117). Diese drei bekamen über die jeweiligen Listen ihrer Parteien beziehungsweise ihrer Wählergemeinschaft einen Sitz in der Stadtvertretung.