Kommunalwahl 2021

Bunde: Uwe Sap tritt in die Fußstapfen seines Vaters

Nora Kraft
|
Von Nora Kraft
| 12.09.2021 23:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Stevie Evers (links) gratuliert Uwe Sap. Foto: Kraft
Stevie Evers (links) gratuliert Uwe Sap. Foto: Kraft
Artikel teilen:

Im Rathaussaal von Bunde blieb es lange spannend, ob die Kandidaten Uwe Sap (SPD) und Stevie Evers in die Stichwahl gehen. Am Ende entschied Sap die Wahl für sich.

Bunde - „Das wird spannend heute“, war am Sonntagabend wohl einer der meist gesagten Sätze im Rathaussaal der Gemeinde Bunde. Zur Präsentation der Wahlergebnisse der diesjährigen Kommunalwahl hatte die Gemeinde ab 18.00 Uhr ins Rathaus eingeladen.

Noch vor den Kandidaten war der amtierende Bürgermeister Gerald Sap (SPD) am frühen Abend vor Ort, um die ersten Hochrechnungen zu verfolgen. Da wusste er noch nicht, dass er den Tag einige Stunden später als seinen „Freudentag“ betiteln würde. Nach 22 Jahren gibt er das Amt nun an seinen Sohn Uwe Sap (SPD) weiter, der sich mit 54,6 Prozent im ersten Wahlgang gegen die parteilosen Bewerber Stevie Evers, David Wagner und Florian Koopmann durchsetzte.

Lange war es ruhig im Rathaussaal

Im Bunder Rathaussaal ging es über weite Teile des Abends ruhig zu. Fast den gesamten Abend über blieb es spannend, ob zwischen Sap und Evers, der von der CDU unterstützt wird, in einem zweiten Durchlauf per Stichwahl entschieden werden muss. Beiden Kandidaten war die Nervosität deutlich anzusehen.

Bis auf die Ergebnisse der Briefwahl waren die restlichen neun Wahlbezirke der Gemeinde schnell ausgezählt und ohne technische Probleme in den Saal übertragen worden. Alina Egger, die normalerweise im Familienzentrum arbeitet, aktualisierte die eingehenden Wahlergebnisse im Minutentakt. Die Hochrechnungen verfolgten die beiden Kandidaten Sap und Evers im Rathaussaal.

Kandidaten zufrieden mit Ergebnissen

Wagner kam erst wenige Minuten vor Ende der Auszählungen ins Rathaus. Zu dem Zeitpunkt war bereits abzusehen, dass Sap die Wahl für sich entscheiden würde. „Dafür, dass ich aus beruflichen Gründen wenig Zeit in den Wahlkampf investiert habe, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte der unabhängige Bewerber. Er holte 6,5 Prozent der Stimmen und glaube nicht, dass er in Zukunft nochmal in einer Bürgermeisterwahl antreten werde.

Auch Evers zeigte sich nach den Auszählungen zufrieden. Er finde es beachtlich, aus dem Stand 37,1 Prozent der Stimmen erhalten zu haben. Er habe sich die Stichwahl sehr gewünscht. „Ich kann mir gut vorstellen, in ein paar Jahren nochmal anzutreten“, sagte der Parteilose. Seinem Konkurrenten wünsche er für das zukünftige Amt viel Kraft, so dass er seine Vorhaben im Rat umsetzen könne. „Am Ende des Tages zählt die Gemeinde Bunde“, so Evers.

Vater zeigt sich gerührt

Florian Koopmann, der als vierter Kandidat in Bunde angetreten war, verfolgte den Wahlabend nicht im Rathaus. Für den Unabhängigen stimmten 1,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger.

Der neue Bürgermeister von Bunde war nach den Auszählungen in bester Laune.

„Im ersten Wahlgang zu gewinnen war mein Ziel“, sagte Sap. Seinem Vater war die Rührung deutlich anzusehen. Am Sonntag sei seine Aufregung am schlimmsten gewesen, sagte er. Er gebe seinem Sohn unter anderem mit auf den Weg, allen Menschen gegenüber offen zu sein.

Ähnliche Artikel