Ergebnis der Emder Wahl
Die SPD ist zurück
Der Sieg der Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl in Emden ist überraschend. Aber er hat Gründe, die nicht nur in der Partei selbst zu finden sind.
Mit diesem Sieg hatten selbst führende SPD-Mitglieder nicht gerechnet. Zwar hatte Matthias Arends mit einer Mischung aus Trotz, Zweckoptimismus und Beharrlichkeit ein 30plus-Ergebnis propagiert. Dass sich seine Einschätzung auf diese Weise bewahrheiten würde, ist jedoch eine faustdicke Überraschung.
Für den Erfolg der Sozialdemokraten gibt es Gründe: Da ist zum einen das Versagen der GfE. Die Überflieger der Wahl 2016 haben es nicht verstanden, in den vergangenen Jahren klar zu machen, wie sie Emden nach vorne bringen wollen. Nur gegen die Zentralklinik zu sein, reichte nicht. Zum anderen gelang es keiner der anderen Parteien, die frei werdenden Stimmen aus dem GfE-Lager an sich zu binden. Von der Schwäche der Wählergemeinschaft profitierte fast ausschließlich die SPD, die ihr Trauma und ihre internen Streitigkeiten offenbar überwunden hat und mit einer unverbrauchten Liste angetreten war.
Als Gewinner darf sich aber auch der Rest der Stadt fühlen. Denn entgegen der Ankündigung hatte sich die AfD in Emden gar nicht erst zur Wahl gestellt. Das stärkt die Demokratie im Rat.
@ Den Autor erreichen Sie unter g.paeschel@zgo.de
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