Kommunalwahl
Die SPD baut ihren Vorsprung in Hinte weiter aus
Von einem Generationswechsel spricht Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Viele ältere Ratsmitglieder seien ausgeschieden, und Jüngere steigen in den Rat ein.
Hinte - Die SPD bleibt stärkste Kraft im Hinteraner Gemeinderat. Sie baut ihren Vorsprung im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 sogar noch aus. 56,36 Prozent der Wähler sprachen sich am Sonntag für die Sozialdemokraten aus. Bereits 2016 erreichte die SPD mit einem Ergebnis von 52,15 Prozent die absolute Mehrheit. Als großen Vertrauensbeweis wertete SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Weerda das Ergebnis. „Wir sind sehr zufrieden.“
Die jetzt neuen Wählerstimmen für die SPD gehen unter anderem zulasten der CDU, die 19,52 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Ulrike Scholz-Benedictus zeigte sich angesichts des Ergebnisses sehr enttäuscht. „Wir hatten gehofft, wenigstens 20 Prozent zu erreichen“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende. Die Grünen verlieren ebenfalls und erreichten 10,73 Prozent (2016: 11,99). Auch die Freie Liste Hinte (FLH) hatte vor fünf Jahren mit knapp zehn Prozent mehr Anhänger, am Sonntag wählten 6,6 Prozent der Wahlberechtigten die Wählergemeinschaft. Damit verliert die Partei einen ihrer bisherigen zwei Sitze im Rat. Die FDP erzielte 6,79 Prozent (2016: 5,2 Prozent). Damit werden die Freien Demokraten mit zwei Sitzen im Hinteraner Gremium vertreten sein. Zuletzt war die Partei trotz ihres Mandats nicht mehr im Gemeinderat präsent, weil ein Ratsmitglied verzogen und niemand nachgerückt war. Der Rat schrumpfte auf 20 Mitglieder. Künftig werden es wieder 21 Mitglieder sein.
„Wir hatten mit deutlich mehr gerechnet“
„Wir haben einen Generationswechsel“, erklärte Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Viele ältere Ratsmitglieder seien ausgeschieden, und Jüngere, wie der aus dem Kinder- und Jugendparlament bekannte Paul Bents (SPD), steigen in den Rat ein. „Es ist toll, dass auch Jüngere Politik machen wollen und frischer Wind reinkommt.“
Es war ein Zusammensein in gemütlicher Runde am Sonntagabend im Rathaus. Außer Bürgermeister Redenius warteten etwa ein Dutzend weitere Interessierte, meist Ratsmitglieder, im Foyer des Rathauses auf die Ergebnisse der Wahl für den Kreistag Aurich und den eigenen Gemeinderat. „Ich bin wesentlich entspannter als noch vor anderthalb Jahren“, so Redenius gegenüber dieser Zeitung. Damals stand er als Bürgermeisterkandidat noch selbst zur Wahl.
Wahlberechtigt waren in diesem Jahr 5918 Hinteranerinnen und Hinteraner. Bei der Kommunalwahl 2016 waren es 5779. Rund 900 Wahlberechtigte hatten ihre Stimme per Briefwahl eingereicht. „Wir hatten mit deutlich mehr gerechnet“, so Redenius. Mit 56,37 Prozent vor Auszählung der Briefwahl lag die Wahlbeteiligung deutlich niedriger als noch im Jahr 2016. Damals waren es 61,34 Prozent der Wahlberechtigten, die ihre Stimme bei der Wahl abgaben.