Bürgermeisterwahl Krummhörn
Die Wahl von Hilke Looden ist ein deutliches Zeichen
Viele haben mit Stichwahl gerechnet, doch das Votum der Krummhörner fiel eindeutig aus. Der Sieg von Hilke Looden ist ein deutliches Zeichen – und ein Auftrag an den neuen Rat, findet Claus Hock.
Das war ein Erdrutschsieg für Hilke Looden – und ein eindeutiges Zeichen der Krummhörner: Statt zwei „altgedienter“ Politiker wurde ein völlig neues Gesicht ohne Ratserfahrung zur Bürgermeisterin gewählt. Das ist die Quittung für jahrelange Ratsarbeit, bei der es oft mehr um Befindlichkeiten einzelner Personen, denn um sachorientierte Politik ging. Nun wollen die Krummhörnerinnen und Krummhörner offensichtlich jemanden ohne politische Altlasten an der Spitze ihrer Gemeinde.
Das Wahlergebnis ist ein Beweis des Vertrauens in Hilke Looden – aber auch die Messlatte für ihre zukünftige Arbeit. Und die, das muss man dazu sagen, wird auch zu einem guten Teil durch den neuen Gemeinderat mitbestimmt. Und da wird sich noch zeigen, inwieweit die neuen und alten Ratsmitglieder zu den im Wahlkampf mehrfach geäußertem Versprechen der Sachpolitik stehen werden. Das deutliche Zeichen der Wählerinnen und Wähler bei der Bürgermeisterwahl ist nämlich auch ein Auftrag an den neuen Gemeinderat. Da dürfen gekränkte Eitelkeiten, weil der „eigene“ Kandidat nicht das Rennen gemacht hat, keine Rolle spielen. Mit Amtsantritt von Hilke Looden bietet sich die Chance eines Neuanfanges für die Politik in der Gemeinde.
@ Den Autor erreichen Sie unter c.hock@zgo.de