Fußball

Großefehns Trainer Barghorn bereitet 2:2-Ausgleich vor

Heiner Stenhoff
|
Von Heiner Stenhoff
| 12.09.2021 15:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Henning Corell besorgte die Wiesmoorer Führung. In dieser Szene wird er von Lennard Martens attackiert. Foto: Steenhoff
Henning Corell besorgte die Wiesmoorer Führung. In dieser Szene wird er von Lennard Martens attackiert. Foto: Steenhoff
Artikel teilen:

Ein unterhaltsames Bezirksliga-Derby sahen 250 Zuschauer in Großefehn. Der Gastgeber holte gegen Wiesmoor ein 0:2 auf. Das lag auch an Trainer Klaus Barghorn, der sich selber einwechselte.

Großefehn - Voll auf ihre Kosten kamen am Samstagnachmittag die gut 350 Zuschauer im Großefehner Mühlenstadion, auch wenn es im Bezirksliga-Derby (Staffel II) zwischen dem gastgebenden SV und Germania Wiesmoor letztlich keinen Sieger gab. Einen Zwei-Tore-Rückstand zur Halbzeit konnten die Gastgeber aber noch zu einem 2:2-Punktgewinn drehen.

250 Zuschauer sahen eine rasante Partie zwischen Wiesmoor (links Jannik Eschen) und Großefehn (rechts Kapitän Jannik Swieter). Foto: Steenhoff
250 Zuschauer sahen eine rasante Partie zwischen Wiesmoor (links Jannik Eschen) und Großefehn (rechts Kapitän Jannik Swieter). Foto: Steenhoff

„Mit der Moral und der Einstellung meiner Mannschaft bin ich zufrieden“, sagte Großefehns Co-Trainer Bi Le Tran. Nach drei sieglosen Spielen hatten die Gastgeber sicherlich auf einen Erfolg gehofft, doch Wiesmoor zeigte über gut 60 Minuten, warum man in der Liga nicht zu Unrecht noch ungeschlagen ist. Auch in Großefehn zeigte die Elf von Trainer Frank Löning – nach anfänglichem Abtasten – bis zur Pause die bessere Spielanlage: in der Abwehr sicher stehend, nach vorne mit schnellen Angriffen über die Außenpositionen. So passte die frühe Führung nach einem Freistoß von Nico Pallasdies, den Hennig Corell zum 0:1 ablenkte, ins Konzept. Großefehn kam vor allem im Spielaufbau zunächst kaum einmal gefährlich vor das Wiesmoorer Tor. Einzig bei einer Vorlage von der linken Seite, als Janek Freudenberg knapp am Ball vorbeirutschte und kurz vor Pause, als Hauke Specht allein vor Wiesmoor Schlussmann Raik de Buhr vergab, war ein Treffer möglich.

Wiesmoor hatte erst alles im Griff

Spieldaten Großefehn: D. Janssen ; Müller (46. H. Janssen), Sievers, Swieter (79. Ageev), Freudenberg (77. Berete), King, Aden, Weiß, Martens, Adam (77. Barghorn), Specht.

Wiesmoor: de Buhr; Smidt (69. Schoon), Schott, Zimmermann, Karan, Eschen, Schulz, Homes (79. Aden), Pallasdies (43. Lourens), Lakeberg, Corell.

Tore: 0:1 Corell (4.),0:2 Karan (44.), 1:2 King (66.), 2:2 Sievers (80.).

Zwei Minuten vor der Halbzeit legten die Gäste dann nach. Nach einem Querpass auf Amar Karan, zog dieser aus gut 16 Metern sofort ab und traf mit dem halbhohen Schuss an den Innenpfosten zum 0:2. Gut für Großefehn, dass Schiedsrichterin Mona Böhm (TV Munderloh) wenig später zur Pause pfiff.

Mit einer völlig anderen Einstellung kamen die Gastgeber wieder aus den Kabinen. „Wir haben uns noch einmal richtig gepuscht“, meinte Le Tran. Großefehn lockerte die defensive Absicherung und griff den Gegner schon frühzeitig an. Zunächst allerdings noch ohne Erfolg. Nach etwa einer Stunde schien Wiesmoor das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. In der 62. Minute gab es dann die erste richtig gefährliche Szene vor dem Wiesmoorer Tor. Letztlich wurde ein Schuss von Shawn King noch abgeblockt. Vier Minuten später traf King in einer ähnliche Situation zum 1:2. Die Gastgeber legten nun noch einmal nach und erhöhten mit der Einwechselung von Trainer Klaus Barghorn noch einmal den Druck. Mit Erfolg. Nach einem Eckball von Barghorn in der 80. Minute auf den hinteren Pfosten traf Arne Sievers zum 2:2-Ausgleich.

Großefehns Trainer Klaus Barghorn wechselte sich ein und bereitete mit einer Ecke das 2:2 vor. Foto: Steenhoff
Großefehns Trainer Klaus Barghorn wechselte sich ein und bereitete mit einer Ecke das 2:2 vor. Foto: Steenhoff

In den verbleibenden Minuten bemühte sich der SVG noch, einen dritten Treffer zu erzielen. Da beide Teams jedoch kräftemäßig alles gegeben hatten, ergaben sich keine weiteren Einschussgelegenheiten, sodass es beim gerechten Unentschieden blieb. „Nach der Pause hat man meiner Mannschaft angemerkt, dass es h das dritte Spiel innerhalb von einer Woche war“, lautete das Fazit von Wiesmoors Trainer Löning, der mit dem Ergebnis nicht unzufrieden war.

Ähnliche Artikel