Freizeit
Verkaufsoffener Sonntag zum Heidemarkt noch nicht genehmigt
Ob zum Heidemarkt in Aurich am 10. Oktober die Geschäfte öffnen dürfen, ist noch nicht klar. Die Genehmigung steht noch aus. Unterdessen gibt es eine gute Nachricht für Jahrmarkt-Fans.
Aurich - Dürfen die Auricher Geschäfte zum Heidemarkt am Sonntag, 10. Oktober, öffnen? Das ist noch nicht geklärt. Über den Antrag des Kaufmännischen Vereins entscheidet die Stadt nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Helmut Lücht voraussichtlich kommende Woche. Dann ende die Anhörungsfrist für die Gewerkschaft Verdi, die Kirchen und den Einzelhandelsverband.
Insbesondere die Gewerkschaft sieht verkaufsoffene Sonntag generell kritisch. Dem verkaufsoffenen Sonntag zum Kinder- und Familientag am 5. September hatte sie nur unter der Bedingung zugestimmt, dass sich die Genehmigung auf die Innenstadt beschränkt. Die Fachmarktzentren am Stadtrand blieben geschlossen. Für den 10. Oktober hofft der Kaufmännische Verein auf eine Einbeziehung der Fachmarktzentren. Der Vorsitzende Udo Hippen ist optimistisch. In den vergangenen Jahren habe das ja auch geklappt. Der Heidemarkt ist für viele Hobby-Gärtner ein wichtiger Termin im Kalender. Sie decken sich dort mit herbstlichen Pflanzen ein.
Nur 1000 Besucher gleichzeitig
Unterdessen gibt es eine gute Nachricht für Schausteller und Jahrmarkt-Fans: Nach einem Jahr Corona-Pause findet der Auricher Herbstmarkt in diesem Jahr wieder statt, wenn auch anders als gewohnt. Vom 22. bis zum 31. Oktober sind die Karussells und Buden auf dem Parkplatz der Sparkassen-Arena aufgebaut. Die Stadt hat den Herbstmarkt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt genehmigt.
Nach dem Hygienekonzept dürfen sich höchstens 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Sie müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein (3G). Ihre Daten werden am Eingang erfasst, und sie müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die nur zum Essen und Trinken abgenommen werden darf. Außerdem werden Laufwege markiert, damit die Menschen genug Abstand voneinander halten.
„Keiner hat gemeckert oder gemurrt“
Jonny Eden vom Verein reisender Schausteller Ostfriesland freut sich sehr über die Genehmigung. So sei wieder ein wenig Volksvergnügen möglich, sagt der Pressesprecher. „Endlich können die Leute mal wieder richtig Karussell fahren.“ Eden wird auch selbst mit seiner Kinderachterbahn auf dem Herbstmarkt vertreten sein. Das Hygienekonzept wirke auf die Besucher nicht abschreckend, meint der Wittmunder. Die Schausteller hätten damit gerade erst beim Schützenfest in Esens gute Erfahrungen gemacht. „Keiner hat gemeckert oder gemurrt.“ Wenn doch jemand meine, über die Regeln diskutieren zu müssen, „dann wird er höflich, aber bestimmt weggeschickt“, so Eden.
Das Gelände bei der Sparkassen-Arena sei sehr gut geeignet, da es klar abgegrenzt sei. „Einen idealeren Platz kann man gar nicht bekommen.“ Man könne den Zugang gut kontrollieren. Das sei beim Gallimarkt in Leer völlig anders, sagt Eden. „So ehrlich muss man sein, da würde das Konzept nicht funktionieren.“ Mitten in der Altstadt gebe es zu viele Ein- und Ausgänge. „Und wir stehen ja auch direkt vor den Häusern der Anwohner.“