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Niederlande-Urlauber aufgepasst: Neue Corona-Regeln
Verschärfte Vorschriften für den Urlaub in den Niederlanden: Es gilt die 3G-Regel. Aber, was bedeuten die Neuerungen für Pendler oder den Einkauf im Nachbarland?
Rheiderland/Niederlande - Die Regeln sind schärfer: Wer Urlaub in den Niederlanden machen möchte, muss sich seit dem 6. September an die 3G-Regeln halten. Wegen der verschlechterten Corona-Lage ist Deutschland in der Corona-Risikobewertung von „grün“ auf „gelb“ (Risikogebiet) hochgestuft worden. Nun ist bei einer Reise in die Niederlande der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung erforderlich, teilte das Außenministerium in Den Haag mit.
Was und warum
Darum geht es: Die Niederlande haben die Regeln für Urlauber verschärft. Wir fassen noch einmal zusammen, was für Pendler oder die Fahrt zum Einkaufen gilt.
Vor allem interessant für: Niederlande-Fans
Deshalb berichten wir: Jede Änderung der Corona-Regeln bringt auch ein wenig Verunsicherung mit sich. Diese wollten wir ausräumen. Die Autorin erreichen Sie unter: v.vogt@zgo.de
Arbeit, Schule und Universität ausgenommen
„Es gelten vergleichbare Regeln wie vor der Verschärfung“, sagt Rauch. Dennoch sei der Beratungsbedarf bei den Grenzinfopunkten derzeit höher. Was heißt vergleichbar? „Reisende, die sich weniger als zwölf Stunden in den Niederlanden aufhalten, brauchen keinen Nachweis“, erklärt Rauch. Das gleiche gelte für Grenzpendler, egal, ob diese zur Arbeit, zur Schule oder zur Universität pendelten – auch bei mehr als zwölf Stunden. Weitere Informationen zu den Regeln in Grenzregionen gibt es auf der Internetseite der niederländischen Regierung.
„Die Bundespolizei hat, seitdem die Niederlande ihre Einreisebestimmungen für Reisende aus Deutschland neu geregelt haben, kein spürbar verändertes Reiseaufkommen in die Niederlande festgestellt“, sagt Ralf Löning, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim. Die ist unter anderem auch für den Bereich Bunde zuständig. „Reisende aus den Niederlanden nach Deutschland können in der Mehrzahl die nötigen Nachweise vorweisen. Es werden durch die Bundespolizei nur vereinzelt Verstöße festgestellt“, sagt er.
Was gilt in den Niederlanden?
Eine beliebte Region bei Fahrten über die Grenze ist die Gemeinde Oldambt. Eine Sprecherin der Stadt, Jolanda de Jager, sagt: „Im März waren die Regeln strenger.“ Läden seien geöffnet, aber es gebe Einschränkungen, zum Beispiel zugeordnete Sitzplätze oder eine maximale Personenzahl bei Veranstaltungen oder im Café. Die Niederländische Regierung hat auf ihrer Internetseite einige Corona-Grundregeln aufgeführt: Händewaschen, 1,5 Meter Abstand, Menschenansammlungen vermeiden, bei Symptomen zu Hause bleiben, sich testen lassen und gut lüften. Im offiziellen Reiseführer für die Niederlande (holland.com) auf den auch die Regierung verweist, ist aufgeführt, welche Regeln es sonst so gibt: „Die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes ist weitgehend entfallen. Nur an Orten, an denen ein Abstand von 1,5 Metern nicht möglich ist, bleibt das Tragen eines Mundschutzes für alle ab 13 Jahren Pflicht. Dazu gehören der Personenverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, Bahnhöfe, Flughäfen und Flugzeuge.“ Restaurants und Cafés hätten zwischen 0 und 6 Uhr geschlossen, heißt es dort weiter. „Gäste müssen einen festen Sitzplatz haben und es muss ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Sitzen eingehalten werden.“ Alle Geschäfte seien zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet.
Derzeit gilt für die Provinz Groningen, zu der die Gemeinde Oldambt gehört, das Risikolevel „Concern“, was man am ehesten mit „besorgniserregend“ übersetzen könnte. Es ist die zweite von vier Stufen. Damit gehört die Provinz Groningen zu den sechs, in denen das Risiko am geringsten eingeschätzt wird. (Stand 10. September)