Wetter

Milde Temperaturen dank vieler Wolken

| 07.09.2021 18:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Deutlich abzulesen in den Daten der Wetterstation Emden ist auch das Unwetter am 16. August, das in Berumerfehn einen Tornado entstehen ließ und innerhalb weniger Minuten mehrere Häuser unbewohnbar machte. Foto: Ortgies/Archiv
Deutlich abzulesen in den Daten der Wetterstation Emden ist auch das Unwetter am 16. August, das in Berumerfehn einen Tornado entstehen ließ und innerhalb weniger Minuten mehrere Häuser unbewohnbar machte. Foto: Ortgies/Archiv
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Ein Wechselspiel aus Wolken, Sonne und Schauerwetter: Der Wettertrend der vergangenen Wochen setzt sich fort. Dank des bedeckten Himmels blieb es im August aber auch sehr mild.

Emden - Wenig Sonne, viel Regen: So lässt sich das Wetter im August wohl am besten kurz und knapp beschreiben. Auf den lang erhofften Sommer mussten die Menschen in Ostfriesland weiterhin vergebens warten. Das Thermometer stieg im August nicht über 25 Grad. Am wärmsten war es am 15. August. An diesem Tag maß die Wetterstation in Emden 24,9 Grad. „Damit hatten wir im August keinen einzigen Sommertag“, erklärt Erwin Lachmann von der Wetterstation Emden. Davon spricht man, wenn die Temperaturen mehr als 25 Grad erreichen. Im Vergleich dazu: Im Juli gab es immerhin vier solcher Sommertage. „Das ist schon außergewöhnlich, dafür dass in den August eigentlich die sogenannten Hundstage fallen.“ Lachmann meint damit die sonst üblichen heißen Tage im Sommer in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August.

Keine Hitze, aber auch keine Extreme in die andere Richtung zeigt die Auswertung der Daten. Im Schnitt lagen die Temperaturen im August bei 16,9 Grad. „Damit haben wir fast eine Punktlandung geschafft“, so Lachmann. Im langjährigen Mittel liegt dieser Wert für August mit 16,8 Grad nur um 0,1 Grad niedriger. Der Grund für die milden Temperaturen: „Die vielen Wolken am Himmel sorgten dafür, dass es nachts nicht so stark abkühlt“, so Lachmann. An nur zwei Tagen im August fiel das Thermometer unter die Zehn-Grad-Marke. Am kältesten war es am 5. August mit 9,6 Grad.

13 Prozent mehr Regen, 22 Prozenr weniger Sonne

Während bei den Temperaturen im August weder Ausreißer nach oben oder unten zu erkennen sind, zeigen die Daten für die Niederschlagsmengen andere Werte. Lachmann zählt 18 Regentage in seiner Statistik. Damit hat es rund 13 Prozent mehr Regen als üblich gegeben. Und auch die Sonne hat sich weniger als sonst blicken lassen. Mit rund 156 Stunden war sie deutlich weniger am Himmel zu sehen als im Schnitt mit rund 200 Stunden. „Das ist ein Minus von 22 Prozent“, rechnet Lachmann vor.

Deutlich abzulesen in den Daten der Wetterstation Emden ist auch das Unwetter am 16. August, das in Berumerfehn einen Tornado entstehen ließ und innerhalb weniger Minuten Schäden in Millionenhöhe anrichtete und mehrere Häuser unbewohnbar machte. „Genau an diesem Tag haben wir mit 8 auf der Beaufortskala die höchste Windstärke gemessen. Die Daten zeigen, dass es zwischen Emden und Norden ein dickes Gewitter gegeben haben muss.“

Hoffnung auf ein paar letzte Sommertage

Mit den Wetterdaten von August bestätigt sich eine Prognose, die Lachmanns Kollege Jörg Deuber bereits vor wenigen Wochen für Ostfriesland prognostiziert hatte: „Der August“, schätzte er, „wird wie der Juli bleiben“.

„Es ist nicht auszuschließen, dass wir noch ein paar Tage über 30 Grad bekommen. Das kann auch noch im September passieren“, so Deuber. Die aktuellen spätsommerlichen Temperaturen sollen noch bis Ende der Woche andauern. „Danach steht uns eine Gewitterfront bevor“, so Lachmann. „Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen.“

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