Laschets Team

Frisch und bunt

Burkhard Ewert
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Ein Kommentar von Burkhard Ewert
| 03.09.2021 14:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im „Zukunftsteam“: Joe Chialo (Mitte), Bundestagskandidat in Berlin-Spandau und Musikmanager. Foto: Soeder/DPA
Im „Zukunftsteam“: Joe Chialo (Mitte), Bundestagskandidat in Berlin-Spandau und Musikmanager. Foto: Soeder/DPA
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Armin Laschet kämpft: Nach seinem Auftritt im TV-Triell präsentiert der CDU-Chef nun ein „Zukunftsteam“. Was ist davon zu halten?

Armin Laschet hat neben sehr respektablen und respektierten Akteuren auch etwas Anderes präsentiert, nämlich wie modern die CDU sein kann.

Haben die Grünen einen Schwarzen in der ersten Reihe? Eine Karin Prien mag der breiten Öffentlichkeit unbekannt sein, ist aber beispielsweise auch Vorsitzende des Jüdischen Forums. Barbara Klepsch ist eine „echte“ Ostdeutsche, während sich in anderen Parteien Zugezogene ein wenig anbiedernd so bezeichnen. Friedrich Merz ist der mit der klaren Kante. Die CSU ist mit einer modernen Frau vertreten. Mit Andreas Jung und Silvia Breher finden sich zwei kernpolitische Akteure aus der Mitte des Lebens, die nicht vielen bekannt, aber hoch geschätzt sind. Ähnliches gilt für den Wissenschaftler und Sicherheitsexperten Peter Neumann, der in London lehrt. Bereits seit einiger Zeit hat Laschet mit Tanit Koch eine erfahrene Journalistin an seiner Seite, ehemals der seriösere Part in der Chefredaktion der „Bild“.

Das Team zeigt, was jeder schon wissen konnte, der es wollte: Weder Laschet ist zu unterschätzen noch die CDU. Seht her, wir haben Experten, wir sind breit, wir sind sogar bunt. Der Kanzlerkandidat hat ein Tableau von frischen Personen vorgestellt, auf das andere Parteien neidisch sein können – und dem sie wenig entgegenzusetzen haben. Selbst die Grünen wirken an ihrer Spitze weniger divers, und wie alleine Olaf Scholz in der SPD dasteht, wird mit einmal umso deutlicher.

@ Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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