Politik

Emder Schulausschuss kommt heute zusammen: Eltern üben Kritik

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 02.09.2021 11:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im neuen Schuljahr müssen auch Grundschulkinder durchgehend eine Maske tragen. Die darf allerdings aus Stoff sein. Symbolfoto: Pixabay
Im neuen Schuljahr müssen auch Grundschulkinder durchgehend eine Maske tragen. Die darf allerdings aus Stoff sein. Symbolfoto: Pixabay
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An diesem Donnerstag kommt der Schulausschuss des Emder Rats zusammen. Dort wollen sich einige Eltern Gehör verschaffen. Sie kritisieren die neuen Regeln zum Schulbeginn.

Emden - Beim Schulausschuss des Emder Rates, der an diesem Donnerstag zusammen kommt, sind alle Zuschauerplätze belegt. Das teilte die Stadt schon am Mittwoch mit. Wegen der Corona-Auflagen dürfen nur 14 Einwohnerinnen und Einwohner an der Sitzung in einem Abschnitt der Nordseehalle teilnehmen. Zahlreiche Eltern hatten schon im Voraus angekündigt, sich im Ausschuss im Rahmen der Einwohnerfragestunde Gehör zu verschaffen. Denn: An diesem Donnerstag ist auch Schulbeginn in Niedersachsen und nun gilt zunächst für die nächsten vier Wochen eine Maskenpflicht auch in Grundschulen.

Dass die Kinder sich sowohl in der ersten Woche siebenmal, daraufhin dreimal wöchentlich oder anlassbezogen häufiger auf das Corona-Virus testen müssen und zusätzlich eine Maske selbst im Sitzen tragen müssen, stößt bei den Eltern auf Unverständnis. Zerrin Mentjes, Vorsitzende des Stadtelternrats, kritisiert, dass nicht schon längst mehr für die Sicherheit der Kinder getan wurde - etwa durch Luftfilteranlagen, Co2-Melder und Trennwände in den Schulen. Die neue Verordnung kommt vom Land, ebenso hatte das Land erst kurz vor den Sommerferien mitgeteilt, dass Luftfiltegeräte nun doch gefördert werden würden.

Die Stadt Emden hatte im Voraus auf Nachfrage dieser Zeitung angebeben, eigentlich nicht der richtige Addressat für die Kritik der Eltern zu sein. Im Ausschuss wird sich nun zeigen, inwieweit die Stadt auf die Fragen und die Anmerkungen der Eltern eingehen wird. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Thema Luftfiltergeräte. Oberbürgermeister Tim Kruithoff teilte am Donnerstag mit, dass die Stadt am 21. August in die Ausschreibung gegangen sei. Zunächst hatten die Rahmenbedingungen vom Land abgewartet werden müssen. „Das ist sehr ärgerlich“, so Kruithoff. Nun können sich Unternehmen bei der Stadt melden und ein Angebot für die Anschaffung der Geräte und Ausstattung der Schulen vorlegen. Noch sind die Schulen entsprechend nicht ausgestattet.

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